
Wie Israel und die Golfstaaten den Nahen Osten neu gestalten
Von Kamyar Behrang. Der Normalisierungsprozess markiert den Beginn eines Wandels weg von revolutionärer Rhetorik hin zu einer neuen Logik, die auf pragmatischen Überlegungen basiert.

Von Kamyar Behrang. Der Normalisierungsprozess markiert den Beginn eines Wandels weg von revolutionärer Rhetorik hin zu einer neuen Logik, die auf pragmatischen Überlegungen basiert.

Die Arabische Liga beruht auf den ideologischen Fiktionen über »arabische Einheit« der 1950er-Jahre. Die Realität heute sieht anders aus.

Aus den Golfstaaten hagelt es Kritik an der Arabischen Liga, die nicht deutlich genug gegen iranische Angriffe Stellung bezogen habe.

Von Paushali Lass. Pakistan agiert nicht als stabilisierende Kraft, sondern als opportunistischer Akteur, dessen Einfluss derzeit seine diplomatische Glaubwürdigkeit übersteigt.

Ein ehemaliger US-Diplomat sieht keine realistische militärische Option zur Öffnung der Straße von Hormus.

Von David Isaac. Laut einer Analyse von Elai Rettig gibt es drei Gründe, weshalb die Katastrophenszenarien bezüglich der Ölpreisentwicklung bislang nicht eingetreten sind.

Von Shachar Kleiman. Ägypten hat im aktuellen amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran die Rolle des Vermittlers zwischen Teheran und den Golfstaaten übernommen.

Während Teheran erst eine Ausweitung seiner Offensive am Golf andeutete, nahmen iranische Medien die Meldungen wieder zurück und sprachen von einem Fehler.

Von Shimon Sherman. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain bestehen bislang darauf, eine Politik militärischer Passivität beizubehalten.

Von Mike Wagenheim. Die vom Golf-Kooperationsrat entworfene Resolution gegen den Iran wurde von 135 UN-Mitgliedstaaten unterstützt, was die höchste Zustimmungsrate aller Zeiten darstellt.

In Irakisch-Kurdistan treten nach einer Zeit relativer Ruhe nun erneut islamistische Organisationen auf den Plan, die mit viel Geld aus den Golfstaaten unterstützt werden.

In Israel wird das enge Verhältnis des US-Botschafters in der Türkei zu Erdogan und sein negativer Einfluss auf die Entwicklungen in Nahost mit Sorge verfolgt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan besuchte Kuwait, Katar und den Oman, um die Rolle und den Einfluss der Türkei in der Golfregion zu stärken.

Chinas Präsenz in Nahost wächst – vor allem, um den Bedarf an Öl und Gas zu sichern. Doch Experten bezweifeln, dass die Region für Peking oberste Priorität hat.

Russland lädt die arabischen Länder überraschend zur Teilnahme am ersten arabisch-russischen Gipfel im kommenden Oktober in Moskau ein.

Von Israel Kasnett. In nur vier Tagen haben Israels militärische Maßnahmen bereits den Einfluss der Islamischen Republik Iran erheblich geschwächt und deren regionale Gegner ermutigt.

Der vor kurzem in Brüssel stattgefunden habende Europa war von Differenzen über Russlands Ukrainekrieg geprägt, was den Erfolg des Treffens schmälerte.

Während der Iran mit einer massiven Reaktion droht, sollte Israel auf den Raketenangriff vom Dienstag reagieren, fürchten die Golfstaaten um ihre Ölanlagen.

Von Yaakov Lappin. Die Verbreitung iranischer Waffen unter Teherans Stellvertretern wird durch den Verkauf von israelischer Verteidigungstechnologie an Jerusalems Verbündete bekämpft.

Nach Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emirate und scheint nun Bahrain die nächste Golfnation zu sein, die ihre Beziehungen zum Iran wieder normalisiert.

Schätzungen zufolge haben regimenahe Netzwerke in Syrien in den vergangenen drei Jahren mindestens sieben Milliarden Dollar am Captagon-Schmuggel verdient.

Aufgrund eines Gesetzesentwurfs könnten die USA zum Teil einer regionalen Strategie gegen die syrische Drogenproduktion und den Schmuggel von Captagon werden.

Das Bestreben Teherans, eine neue Marinekoalition mit den arabischen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans zu bilden, zielt auf die Schwächung der US-Dominanz in den Küstenregionen.

Die chinesische Führung ist dabei, seine Beziehungen zu den Golfstaaten neu auszurichten, was auf Kosten des iranischen Mullah-Regimes gehen könnte.

Iranische Politiker kritisieren China und die eigene Regierung, weil Peking den Anspruch des Golfkooperationsrats auf drei iranische Inseln im Persischen Golf unterstützt hat.

Während eines dreitägigen Besuchs in Riad unterzeichneten der chinesische Präsident und der König von Saudi-Arabien ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern.

Benjamin Netanjahu will Frieden mit Saudi-Arabien. Die Saudis wollen das wahrscheinlich auch. Doch das Weiße Haus hat andere Vorstellungen.

Ein ehemaliger US-General warnte kürzlich vor der iranischen Weiterentwicklung und Produktion von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen und deren Auswirkungen.

Die Äußerungen des Emirs von Katar über die Beziehungen seines Landes zur Muslimbruderschaft haben viele Kontroversen und Fragen aufgeworfen.

Seit dem Abschluss der Abraham-Abkommen bauen Marokko und Israel ihre militärische Zusammenarbeit sukzessive aus, wobei das nordafrikanische Land offener vorgehen kann als etwa die Golfstaaten.

Bei einer Diskussion über die Entkriminalisierung der Homosexualität in den Golfstaaten griff der Soziologe seinen für Legalisierung argumentierenden Gesprächspartner scharf an.

Zum Abschluss seiner Nahost-Reise nahm der amerikanische Präsident Joe Biden vergangenen Samstag am Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrats teil.

Ali Haidar behauptet, die US-Verbündeten am Golf seien »Gebilde aus Glas«, die gegen den Iran keine Chance haben, weswegen sich auch die USA zurückhalten müssten.

Um ihre Wirtschaften breiter aufzustellen, setzen die Golfstaaten auf Asien, erneuerbare Energien und Kooperation mit Israel.

Die Golfstaaten wollen ihre Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren und müssen ihre Budgets nachhaltig in Ordnung bringen. Dieser Weg wird kein leichter sein.

Seit Abschluss der Abraham-Abkommen erhöht sich die Zahl der in den Golfstaaten lebenden Juden.