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Kuwaitische Zeitung ruft Golfstaaten zu Frieden mit Israel auf

"Die Golfstaaten sollten ihre Beziehungen zu Israel normalisieren"
"Die Golfstaaten sollten ihre Beziehungen zu Israel normalisieren" (Quelle: Twitter)

Der Chefredakteur fordert die Golfstaaten auf, die Palästinenser nicht länger dabei zu unterstützen, wie sie sich an den Höchstbietenden verkaufen, alles zerstören und als Reaktion auf Hilfe nur Beleidigungen in petto haben.

Der Leitartikel der kuwaitischen Tageszeitung Arab Times rief die Golfstaaten am Wochenende dazu auf, ihre Beziehungen mit Israel zu normalisieren und fragte, warum diese Staaten weiterhin die Palästinenser unterstützen, von denen sie doch schon so oft beleidigt worden seien.

In seinem Leitartikel mit dem Titel »Normalisiert, und lasst die Beleidiger sich alleine durchschlagen« verwies der Chefredakteur der Zeitung, Ahmed al-Jarallah, auf die palästinensische Unterstützung für Iraks Diktator Saddam Hussein, für den libyschen Führer Muammar al-Gaddafi oder den Kommandeur der Quds-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, Qasem Soleimani. Und diese Aufzählung sei »nur die Spitze des Eisbergs«.

»Wenn [die Palästinenser] glücklich sind, verdammen sie die Führer der Golfstaaten und deren Bevölkerung. Wenn sie verärgert sind, dann benutzen sie alle verleumderischen und beleidigenden Worte, die sie in ihren Wörterbüchern finden können, gegen uns. Und wir, die Bewohner der Golfstaaten sehen auch noch über all das hinweg, indem wir ihnen weiter Hilfsgelder senden.«

Bezogen auf die palästinensische Annäherung an den Iran fragte der Leitartikel, wie das geschehen konnte:

»Haben ein paar tausend Dollar und ein paar iranische Raketen ausgereicht, um in [den Palästinenser] diese Wut gegen uns zu entfachen. Wie billig sind sie? Die Israelis, die die Besatzer sind, mussten nicht solche Beleidigungen und Verwünschungen ertragen, wie sie den Bewohnern der Golfregion und deren Staaten von den Palästinensern erdulden mussten.

Wie lange wollen unsere Bevölkerung und unsere Staaten sich noch von denen beleidigen lassen, die sich selbst an den Höchstbietenden verkaufen? Ist Palästina immer noch unsere Sache, für die wir all das Leid auf uns nehmen sollen, das von Palästinensern verursacht wird?«

Al-Jarallah forderte die Golfstaaten auf, ihre Unterstützung für Palästinenser zurückzuschrauben und aufzuhören, jedes Mal für sie vermitteln zu wollen, wenn sie Raketen auf Israel schießen. Stattdessen sollte man sie selbst reparieren lassen, was sie mit ihren eigenen Taten zerstört haben.

»Ist dieses Problem nicht zu einem internen Problem zwischen zwei Parteien geworden, nach der Anerkennung der Palästinensischen Autonomiebehörde, nach all diesen Vereinbarungen zwischen Tel Aviv, Ramallah und Gaza und nach dem Handel und wirtschaftlichen Austausch? Was haben die Staaten des Golfkooperationsrates davon, sich in diesen bilateralen Konflikt einzumischen? (…)

Genug ist genug! Die Bürde des Schmerzes, den wir durch die Undankbarkeit der Palästinenser erdulden müssen, hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Alle Golfstaaten sollten ihre Beziehungen mit Israel normalisieren, weil es einfach der richtige Schritt ist, Frieden mit dem am höchsten entwickelten Land zu schließen. Lasst die Törichten sich alleine durchschlagen.«

Die Jerusalem Post wies darauf hin, dies sei nicht das erste Mal, dass Al-Jarallah die Aufnahme von Beziehungen zu Israel gefordert hat. 2020 begrüßte er den Schritt der Vereinigten Arabischen Emirate, ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Und schon 2005 hatte er geschrieben, dass es an der Zeit sei, »die palästinensische Sache den Palästinensern zu überlassen.«

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