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Was Obama mit dem Durchbruch zwischen Israel und den Emiraten zu tun hat

Die Golfstaaten waren entsetzt über Obamas Iran-Politik. (imago images/ZUMA Press)
Die Golfstaaten waren entsetzt über Obamas Iran-Politik. (imago images/ZUMA Press)

Erschrocken von der Iran-Politik Barack Obamas machten sich die Golfstaaten auf die Suche nach neuen Verbündeten – und fanden Israel.

Yaakov Katz, The Jerusalem Post

Es gibt viele Menschen, die Anerkennung für das Friedensabkommen verdienen, das am Donnerstag in Washington zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt wurde.

In erster Linie sind es die Führer selbst – Präsident Donald Trump, Premierminister Benjamin Netanjahu und Scheich Mohammed Bin Zayed. Dann sind da die Mitarbeiter und Berater, die die Knochenarbeit geleistet haben – Jared Kushner, der US-Botschafter in Israel David Friedman, der Sondergesandte Avi Berkowitz, der israelische Botschafter in Washington Ron Dermer, der Chef des Mossad Yossi Cohen und der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in den USA Yousef Al Otaiba.

Aber es gibt eine Person, die ebenfalls Anerkennung verdient, die aber in keiner der Reden in Washington, Jerusalem oder Abu Dhabi erwähnt wurde. Sein Name – Barack Obama.

Es war Präsident Obama, der geholfen hat, Israel und die Golfstaaten zusammenzubringen, und es war Obama, der geholfen hat, das am Donnerstag angekündigte Abkommen auf den Weg zu bringen. Genauer gesagt war es seine gescheiterte Politik im Nahen Osten und seine Umarmung des Regimes im Iran – die im Atomdeal 2015 gipfelte – die dazu beitrugen, Israel und die gemäßigten Golfstaaten zusammenzubringen.

Der Grund dafür: Als die Golfstaaten verstanden, wohin sich die USA bewegten – nicht weg vom, sondern in Richtung zum Iran –, machten sie sich auf die Suche nach neuen Verbündeten in nachrichtendienstlichen, militärischen und technologischen Fragen, und konnten nur ein Land ausmachen – Israel.

Es war Israel, das in den letzten 10 Jahren einen täglichen Kampf gegen den Iran geführt hat. Es ist Israel, das den Iran in Syrien, im Gaza-Streifen und im Libanon bekämpft, und es ist Israel, das verdeckt arbeitet, um das iranische Atomprogramm zu stoppen. Es sind nicht die USA, Großbritannien oder Russland. Es ist Israel.

Als die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und die Saudis sahen, wie Baschar al-Assad chemische Waffen gegen sein Volk einsetzte, ohne einen Preis dafür zu bezahlen, und wie der Iran und die Hisbollah nach Syrien vordringen durften, ohne dass sie aufgehalten wurden, verstanden sie, wohin die Reise ging. Als Obama das Atomabkommen abschloss und damit im Grunde genommen dem Iran den Weg ebnete, um letztendlich eine Atomwaffe in die Hände zu bekommen, hatten sie keine Zweifel mehr.

Damit waren allerdings nur die Voraussetzungen geschaffen, um Israel und die VAE an einen Tisch zu bekommen. Es bedurfte der Diplomatie und harten Arbeit der Trump-Administration, Israels und der VAE, um den Deal abzuschließen.

(Aus dem Kommentar „Who else deserves credit for UAE deal? Obama and the failed JCPOA“, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Florian Markl.)

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