„Obama hat den Nahen Osten um 20 Jahre zurückgeworfen“

„Der ehemalige US-Präsident Barack Obama habe Saudi-Arabien angelogen, als er eine rote Linie in Bezug auf den Einsatz von Chemiewaffen durch Syrien erklärte, und dann nicht reagierte, als genau diese Waffen verwendet wurden. Das erklärte ein ehemals hochrangiger Vertreter Saudi-Arabiens in einem Interview mit Independent Arabia.

Bandar bin Sultan arbeitete jahrelang als Chef des saudischen Geheimdienstes und als saudischer Botschafter in den Vereinigten Staaten. Im Interview erinnerte er sich an ein letztes Telefonat zwischen dem verstorbenen saudischen König Abdullah und Obama, bei dem der saudische Führer dem US-Präsidenten sagte: ‚Ich habe nicht gedacht, dass in diesem langen Leben der Tag kommen würde, an dem mich ein amerikanischer Präsident anlügt.‘

Obama, so sagte Sultan, ‚versprach etwas und tat das Gegenteil‘. Der Präsident habe den Nahen Osten um 20 Jahre zurückgeworfen. Kritisch äußerte sich bin Sultan auch über das Atomabkommen mit dem Iran. Der ehemalige Präsident habe öffentlich darüber gesprochen, die Aktivitäten des Iran zu beenden, dann aber hinter dem Rücken Saudi-Arabiens mit dem Iran das das Atomabkommen verhandelt.

Diese Politik Obamas habe Russland und den Iran ermutigt und ihnen den Weg nach Syrien geöffnet, wo sie in den seit 2011 tobenden Bürgerkrieg eingriffen. (…)

In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt sagte bin Sultan, dass der verstorbene palästinensische Führer Jassir Arafat ein ‚Verbrechen‘ gegen sein Volk begangen habe, als er den, vom ehemaligen Präsidenten Bill Clinton vorgeschlagenen Friedensplan ablehnte.“ (Jerusalem Post: „Top Saudi official: Barack Obama lied, set Middle East back 20 years“)

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