Frankfurter Bürgermeister antwortet Song-Contest-Boykotteuren

Der britische Guardian veröffentlichte am Dienstag einen offenen Brief, in dem 50 Künstler und Prominente die BBC zu einem Boykott des Song Contests 2019 in Tel Aviv aufrufen. Zu den Unterzeichnern gehörten u.a. die für ihre ausgeprägte Israel-Feindschaft bekannten Musiker Roger Waters und Peter Gabriel, der Regisseur Ken Loach und die Designerin Vivienne Westwood. Sie dürften nicht unbedingt damit gerechnet haben, darauf eine deutliche Antwort aus Deutschland zu erhalten: Via Facebook richtete der Frankfurter Bürgermeister Uwe Becker den Israel-Boykotteuren aus, was er von ihnen hält:

„Israel bereitet sich auf den ESC 2019 in Tel Aviv vor und wird mit Sicherheit ein toller Austragungsort für diesen Event sein. Im Nahen Osten gibt es keinen anderen Ort als Israel, wo die Koexistenz so vieler verschiedener Religionen, Kulturen, Geschlechter und Meinungen zu sehen ist – und Tel Aviv das Zentrum der Diversität.

Aber wie immer rufen antisemitische Gruppen wie die BDS-Bewegung und andere anti-israelische Aktivisten zu einem Boykott auf.

In einem einzelnen Satz in einem Brief zeigen die ‚Künstler aus Europa und darüber hinaus‘, dass sie keine Ahnung haben, wovon sie reden. Sie schreiben: ‚Bis die Palästinenser Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte genießen können, sollte es kein Business as usual mit dem Staat geben, der ihnen ihre grundlegenden Rechte verwehrt.‘ (…) 

Nun, ihr ‚Künstler aus Europa und darüber hinaus‘, wo in der ganzen Region, über die ihr sprecht, können wir denn ‚Frieden, Gerechtigkeit und gleiche Rechte‘ sehen? Wo sind diese grundlegenden Menschenrechte per Verfassung garantiert? Richtig, in Israel.

Und warum bleiben den Palästinensern ‚Frieden, Gerechtigkeit und gleiche Rechte‘ verwehrt? Richtig, weil ihre korrupte Führung – Hamas und Palästinensische Autonomiebehörde – ihnen kein Wahlrecht gibt, keine freie Meinungsäußerung, keine Religionsfreiheit und keine Pressefreiheit.

Wenn ihr also wirklich dem palästinensischen Volk helfen wollt, fangt doch damit an, antisemitische Bewegungen wie BDS oder die palästinensische Führung zu boykottieren (…)

Und zu guter Letzt: Solange ihr den Boykott Israels unterstützt, seid ihr in unserer Stadt Frankfurt nicht willkommen!“

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