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Hamas droht mit Konsequenzen wegen Lapids »Erstürmung des Damaskustors«

Israels Außenminister Lapid besucht Sicherheitskräfte in der Jerusalemer Altstadt
Israels Außenminister Lapid besucht Sicherheitskräfte in der Jerusalemer Altstadt (Quelle: Twitter Yair Lapid)

Israels Außenminister hatte die Sicherheitskräfte am Rande der Jerusalemer Altstadt besucht, was von der palästinensischen Terrororganisation als »gefährliche Eskalation« bezeichnet wurde.

Dana Ben-Shimon / Lilach Shoval

Die im Gazastreifen herrschende Terrororganisation Hamas erklärte am Sonntag, die »Erstürmung« des Damaskustors in der Jerusalemer Altstadt durch den israelischen Außenminister Yair Lapid sei eine »gefährliche Eskalation«.

Lapid hatte am Sonntag die in der Nähe des Damaskustors stationierten Sicherheitskräfte besucht, um ihnen für ihren Dienst zu danken und die Wertschätzung des Landes zum Ausdruck zu bringen, während gleichzeitig mit dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan am 1. April die Gewalt und Unruhen zunehmen.

Darüber hinaus befindet sich Israel mitten in einer tödlichen Terrorwelle, die innerhalb einer Woche das Leben von elf Menschen gefordert hat. In einer Erklärung schrieb die Hamas als Reaktion auf Lapids Besuch nahe der Jerusalemer Altstadt:

»Die Erstürmung des Damaskustors durch den Außenminister des zionistischen Feindes, Yair Lapid, ist eine gefährliche Eskalation, für deren Folgen die Besatzung verantwortlich ist. Wir und unser Volk verpflichten uns, Jerusalem und die Al-Aqsa-Moschee zu schützen.«

Wenige Stunden nach Lapids Besuch brachen in der Gegend Krawalle aus, bei denen Randalierer Flaschen, Steine und andere Gegenstände auf die dort stationierten israelischen Polizisten warfen. Nach Angaben der Polizei wurde ein Beamter verwundet. Auch bei Ausschreitungen in der Nacht zuvor war ein Beamter verletzt worden, als er von einer Flasche am Kopf getroffen wurde.

Zusätzliche Mittel

Lapid reagierte sofort und sagte in einer Erklärung am Sonntagabend:

»Dies ist eine angespannte Zeit, aber wir haben eine Polizei, der man vertrauen kann. Die Sicherheitskräfte haben unsere volle Rückendeckung. Sie arbeiten professionell unter unerträglichen Bedingungen. Wir setzen uns für sie ein und werden ihnen alle notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.«

Am Sonntag genehmigte die israelische Regierung die Bereitstellung von 181 Mio. Schekel (51,5 Mio. Euro) an Notfallmitteln für die israelische Polizei. In einer offiziellen Erklärung hieß es, die zusätzlichen Mittel wurden »angesichts der erheblichen Herausforderungen« genehmigt, »denen sich die israelische Polizei derzeit gegenübersieht, sowie angesichts der operativen Lücken, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben«.

Einstellen auf lange Terrorwelle

Ebenfalls am Sonntag erklärte der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Aviv Kochavi, seinen Kommandeuren bei einem Besuch in Tel Aviv, das Militär müsse auf einen langwierigen potenziellen Konflikt vorbereitet sein, den er als »Operation Wächter der Mauern II« bezeichnete.

Die »Operation Wächter der Mauern« begann am 10. Mai letzten Jahres, als terroristische Gruppen im Gazastreifen Jerusalem mit Raketen beschossen, gefolgt von fast 4.000 Raketen, die in den folgenden zwölf Tagen wahllos auf Israel abgefeuert wurden. Als Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss griffen die israelischen Verteidigungskräfte mehr als 1.500 Terrorziele im Gazastreifen an.

Wie der TV-Sender Channel 13 News berichtete, warnte Kochavi, die palästinensische Terrororganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen könnte als Vergeltung für die Ausschaltung einer ihrer Terrorzellen in Dschenin durch Israel Raketen auf den Süden des Landes abschießen.

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Westbank am frühen Samstagmorgen wurden drei PIJ-Terroristen getötet und vier israelische Soldaten verwundet, einer davon schwer. Nach Angaben ranghoher israelischer Sicherheitsbeamter bereitete die Zelle das Einsickern nach Israel vor, um im Zentrum des Landes einen Anschlag zu verüben, ähnlich dem vom 29. März in Bnei Brak, bei dem fünf Menschen getötet wurden.

Laut den israelischen Sicherheitsbehörden hatten die Terroristen bereits die Nummernschilder der Palästinensischen Autonomiebehörde an ihrem Fahrzeug durch israelische ersetzt, um sich unauffällig im Land bewegen zu können.

Nach Angaben von Generalstabschef Kochavi konnte Israel in den vergangenen zwei Wochen zehn Terroranschläge verhindern.

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