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Palästinensische Terrorgruppen als Handlanger des Iran

Die Terrorgruppen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (Foto) wollen nicht als Handlanger des Iran wahrgenommen werden. (© imago images/ZUMA Wire)
Die Terrorgruppen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (Foto) wollen nicht als Handlanger des Iran wahrgenommen werden. (© imago images/ZUMA Wire)

Ein iranischer Kommandeur erklärte, Hamas und Islamischer Dschihad seien Armeen zur Verteidigung des Iran. Die sind nicht erfreut.

Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute

Die Hamas und der Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ) sind peinlich berührt: Der Iran hat offen verkündet, dass die beiden Terrorgruppen als Söldner für die Mullahs in Teheran arbeiten. (…)

Vor kurzem erklärte Generalmajor Gholam Ali Rashid, Befehlshaber des iranischen Hauptquartiers Khatam al-Anbiya, dass sein Land über Armeen verfügt, die außerhalb des Irans operieren. Rashid bezog sich dabei auf vom Iran unterstützte Gruppen wie Hamas, Palästinensischer Islamischer Dschihad, Hisbollah, die Houthis im Jemen, die syrische Armee und die Volksmobilisierungskräfte im Irak sowie andere Milizen im Irak und in Syrien. Diese Gruppen, so Rashid, seien „ideologische Strömungen“ mit der Mission, den Iran zu verteidigen.

Rashid wies darauf hin, dass der ehemalige Kommandeur der iranischen Quds-Truppen, General Qassem Soleimani, drei Monate vor seinem Tod sagte, er habe „sechs Armeen außerhalb des iranischen Territoriums organisiert“. (…)

Die „kriegerischen Kräfte des amerikanischen und zionistischen Regimes sind verärgert über die extreme Macht der Islamischen Republik Iran in der Region“, so Rashid. Er fügte hinzu, dass sich der Iran in der Tat mit einigen Nationen und Regierungen verbündet habe, „um regionale Mächte und populär-religiöse Kräfte zu schaffen“, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr News Agency berichtet. Diese Gruppen, erklärte Rashid, „stellen eine abschreckende Kraft des Iran dar und sind bereit, ihn gegen jeden ausländischen Aggressor zu verteidigen“.

Kurz gesagt, der iranische Befehlshaber droht damit, dass sein Land seine sechs „Armeen“ in jedem künftigen Krieg oder jeder militärischen Konfrontation gegen die USA und Israel einsetzen werde.

Nun ist wahrlich kein Geheimnis, dass die Hamas und der Islamische Dschihad seit langem vom Iran finanziert und bewaffnet werden. Die Führer der beiden Gruppen haben sich sogar mit ihren Verbindungen zum Iran gebrüstet, insbesondere mit der Unterstützung Teherans für den Dschihad (heiligen Krieg) zur Vernichtung Israels.

Aber Hamas und PIJ wollen nicht als Marionetten oder Stellvertreter des Iran dargestellt werden, eines Landes, das sich fortwährend in die inneren Angelegenheiten einer Reihe arabischer Länder einmischt, darunter Libanon, Syrien, Irak und Jemen.

Hamas und PIJ wollen offenbar weiterhin Geld und Waffen aus dem Iran erhalten, aber sie wollen von Arabern und Muslimen nicht als Söldner angesehen werden, die den Interessen des Iran im Nahen Osten dienen. Offenbar sind sie besorgt, dass Rashids Äußerungen ihren Beziehungen zu arabischen Ländern schaden könnten, die sich durch die ständigen Versuche des Iran, ihre Sicherheit und Stabilität zu destabilisieren, bereits bedroht fühlen.

Hamas und PIJ wollen die Palästinenser und den Rest der Araber und Muslime glauben machen, dass ihr einziges Ziel darin bestehe, „ganz Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer zu befreien“ – ein Euphemismus dafür, die Juden aus Israel zu vertreiben und es durch einen islamistischen Staat zu ersetzen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum beide palästinensischen Terrorgruppen schnell Erklärungen herausgaben, in denen sie bestritten, dass ihr Hauptziel darin besteht, den Iran zu verteidigen und dessen Interessen im Nahen Osten zu dienen. (…)

Im Libanon, einem Land, das faktisch von der Hisbollah kontrolliert wird, reagierten einige Politiker mit Wut auf Rashids Rede über die sechs „Armeen“.

„Nehmt eure Armeen und geht mit ihnen zurück in den Iran, wo ihr eure Schlachten fernab der Völker schlagen könnt, die ihr besetzt haltet, um eure Ziele zu erreichen“, sagte Sami Gemayel, Vorsitzender der libanesischen Kataeb-Partei. Er kritisierte auch das Versäumnis der libanesischen Führer, auf das Eingeständnis zu reagieren, dass die Hisbollah geschaffen wurde, um dem Iran und nicht dem Libanon zu dienen: „Seid ihr jetzt bereit, der Wahrheit ins Auge zu sehen? Euer Schweigen ist ein großer Verrat.“

Einige arabische Analysten sind der Ansicht, dass der iranische Befehlshaber mit seinen Äußerungen über die sechs „Armeen“ Teherans, insbesondere die beiden „Armeen“ Hamas und PIJ, die Bemühungen Ägyptens um einen langfristigen Waffenstillstand zwischen den palästinensischen Gruppen und Israel vereiteln will. Der Iran will den Ägyptern und anderen internationalen Parteien zeigen, dass Teheran ein wichtiger Akteur in der palästinensischen Arena ist, insbesondere im Gazastreifen, und dass er durchaus in der Lage ist, jede Vereinbarung zu vereiteln, die Terroranschläge gegen Israel verhindern würde.

(Aus dem Artikel „The Role of Iran’s Palestinian Mercenaries“, der beim Gatestone Institute erschienen ist. Übersetzung von Florian Markl.)

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