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Israels Atomenergie-Chef: Niemand darf nuklearen Iran tolerieren

Der Leiter der israelischen Atomenergiekommission, Moshe Edri
Der Leiter der israelischen Atomenergiekommission, Moshe Edri (Quelle: JNS)

Bei der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation warnte Moshe Edri, dass das iranische Atomprogramm militärischer Natur sei und deshalb nicht gestattet werden könne.

Der Leiter der israelischen Atomenergiekommission, Moshe Edri, sagte am Mittwoch, dass weder Israel noch die Welt es zulassen können, dass der Iran Atomwaffen erhält. Bei der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien warnte Edri, mittlerweile sei völlig klar, dass das iranische Atomprogramm militärischer Natur sei. »Der Erwerb von Atomwaffen durch den Iran ist keine Option, die Israel oder die Welt tolerieren können«, sagte er in seiner Rede.

Edri betonte, dass der Iran auch weiterhin ballistische Langstreckenraketen entwickelt, testet und einsetzt, was einen direkten Verstoß gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats darstellt. Darüber hinaus unterstütze die Islamische Republik terroristische Organisationen im gesamten Nahen Osten, etwa die Hisbollah im Libanon, die Huthis im Jemen, die Volksmobilisierungskräfte im Irak oder die Hamsa und den Islamischen Jihad im Gazastreifen.

Die im Juni vom Gouverneursrat der IAEO erlassenen Resolution, in der die mangelnde Zusammenarbeit des Irans mit der UN-Atombehörde verurteilt wurde, spiegele »die wachsende internationale Besorgnis über das schädliche Verhalten des Irans wider«, sagte er. Edris Erklärungen erfolgten vor dem Hintergrund der iranischen Entscheidung, den Dialog mit der IAEO über Spuren nuklearer Aktivitäten, die an nicht deklarierten iranischen Standorten entdeckt worden waren, wieder aufzunehmen.

Zuvor waren die Gespräche zwischen der IAEO und dem Iran in eine Sackgasse geraten, nachdem Teheran darauf bestanden hatte, dass die Atomaufsichtsbehörde ihre Akten über die Beweise für Aktivitäten an drei nicht deklarierten Standorten schließt, die 2018 durch ein Kommandounternehmen des Mossad im iranischen Atomarchiv in Teheran ans Licht gekommen waren. Das Thema hat sich zu einem Hindernis für die Verhandlungen zwischen dem Iran und den Weltmächten ausgewachsen, die auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 abzielen. Nun traf sich internationalen Medienberichten zufolge IAEO-Direktor Rafael Grossi am Montag in Wien mit dem Vorsitzenden der iranischen Atombehörde, Mohammad Eslami, um den Dialog wieder aufzunehmen.

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