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Iran: Hochrangiger Revolutionsgarden-Offizier bei Attentat getötet

Quds-Brigaden-Offizier Hassan Sayad Khodayari wurde in Teheran in seinem Auto erschossen
Quds-Brigaden-Offizier Hassan Sayad Khodayari wurde in Teheran in seinem Auto erschossen (Quelle: israelnoticias)

Am Sonntag wurde in Teheran einer der führenden Offiziere der iranischen Quds-Brigaden vor seinem Haus erschossen. Der Iran macht Israel für das Attentat verantwortlich.

Wie das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) mitteilte, fiel Oberst Hassan Sayad Khodayari am Sonntagnachmittag in Teheran einem Attentat zum Opfer. Als Mitglied der IRGC-Auslandseinheit Quds-Brigaden war Khodayari in die Planung von Anschlägen auf Juden und Israelis weltweit involviert und war laut Angaben der Revolutionsgarden in Syrien tätig.

Von den Revolutionsgarden veröffentlichte Fotos zeigten Khodayari tot in seinem Auto, nachdem er vor seinem Haus in der iranischen Hauptstadt von zwei Männern auf einem Motorrad unter Beschuss genommen worden war. Iranischen Berichten zufolge sind die Behörden auf der Suche nach den Attentätern.

Die Revolutionsgarden bezeichneten die Tat in der von der Jerusalem Post zitierten Erklärung als »kriminellen und terroristischen Akt der Konterrevolution sowie von Elementen, die mit der globalen Arroganz in Verbindung stehen« – ein Begriff, der vom iranischen Regime zur Bezeichnung der USA und Israels verwendet wird. Die Nachrichtenagentur Nour nannte das Attentat eine rote Linie, für deren Überschreitung die Verantwortlichen »einen hohen Preis bezahlen werden«.

Der iranische Militärjournalist Hossein Dalirian wies in einem Tweet in Richtung Mossad und erklärte, dass dessen Agenten offenbar an der Ermordung beteiligt waren. Eine Quelle in den iranischen Sicherheitsdiensten sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Jadeh Iran, dass Khodayari eine wichtige Figur in der Militärindustrie des Landes war, vor allem für die Drohnenentwicklung und -produktion.

Im März hatten die Revolutionsgarden ein Gebäude in der irakisch-kurdischen Stadt Erbil, von dem sie behaupteten, hier befände sich eine Einrichtung des Mossad, mit einem Dutzend Raketen beschossen. Dieser Angriff soll die Antwort auf einen israelischen Luftschlag gegen eine IRGC-Drohnenbasis im iranischen Mahidasht gewesen sein.

Kurz nach dem Attentat vom Sonntag gaben die Revolutionsgarden bekannt, es sei ihnen gelungen, ein »Netzwerk von Schlägertypen« zu verhaften, die mit dem Mossad in Verbindung stünden, wobei der angegebene Vorfall nicht mit den Schüssen auf Khodayari in Verbindung gestanden sei.

Im November 2020 war der oberste Nuklearwissenschaftler des Iran, Mohsen Fakhrizadeh, der als potenzieller »Vater der iranischen Bombe« galt, bei einem Attentat in Teheran getötet worden, für das die iranischen Behörden Israel verantwortlich machten. Im vergangenen Jahr berichtete der Jewish Chronicle, das Attentat sei mit einem ferngesteuerten Maschinengewehr ausgeführt worden, das von einem Team von mehr als zwanzig Mossad-Agenten und -Mitarbeitern israelischer und iranischer Nationalität in die Islamische Republik geschmuggelt worden sei.

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