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Israel will Sicherheitsbarriere an der Grenze zu Jordanien 

Der aktuelle Zaun an der israelischen Grenze zu Jordanien
Der aktuelle Zaun an der israelischen Grenze zu Jordanien (Quelle: JNS)

Die israelische Regierung wird eine Sicherheitsbarriere entlang der Grenze zu Jordanien errichten, um iranische Bestrebungen, Gewalt zu schüren, zu vereiteln.

Während einer geschlossenen Sitzung des Außen- und Verteidigungsausschusses der Knesset informierte Verteidigungsminister Yoav Gallant die Abgeordneten, dass die israelischen Verteidigungskräfte eine Zunahme der Beteiligung Teherans am Schmuggel von Waffen und Know-how auf das Territorium der Palästinensischen Autonomiebehörde festgestellt hätten.

Die Islamische Republik und palästinensische Terrororganisationen hätten das Westjordanland als Schwachstelle ausgemacht und leiten viele Ressourcen für Angriffe dorthin, erklärte Gallant laut Army Radio. »Mit Blick auf die Zukunft beabsichtigen wir, auch an der Grenze zu Jordanien eine Barriere zu errichten», sagte er. 

Der jüdische Staat teilt sich eine 309 Kilometer lange Grenze mit dem haschemitischen Königreich. Lokale Medien vermuteten, Gallants Äußerungen hingen mit einem Vorfall in der vergangenen Woche zusammen, dessen Einzelheiten nicht veröffentlicht werden durften.

Iranischer Schmuggel

Auf Anraten der Sicherheitsbehörden hat Jerusalem im Jahr 2016 die Sperranlage an der ägyptischen Grenze um einen kleinen Abschnitt entlang der jordanischen Grenze nördlich der israelischen Küstenstadt Eilat am Roten Meer erweitert. Einige Teile der Grenze sind nur durch einen zerrissenen Stacheldrahtzaun geschützt.

Die israelischen Behörden nahmen im Frühling einen jordanischen Abgeordneten fest, der verdächtigt wurde, Hunderte von Waffen in die Westbank geschmuggelt zu haben. Der Rechtsanwalt und Mitglied des Palästina-Ausschusses des Parlaments, Imad al-Adwan, ist für seine israelfeindliche Rhetorik und seine Unterstützung palästinensischer Terrorgruppen bekannt.

Der israelische Außenminister Eli Cohen spielte den Vorfall damals herunter und bezeichnete ihn als kriminellen Akt. »Ich glaube nicht, dass dies etwas mit Jordanien als Ganzes zu tun hat, sondern eher mit einem verantwortungslosen Verbrechen«, sagte er und fügte hinzu, er wolle weder die jordanische Regierung noch das jordanische Parlament dafür verantwortlich machen.

Nach der israelischen Antiterror-Operation in Dschenin Anfang Juli sollen iranische Beamte der palästinensischen Terrororganisation Islamischer Dschihad zugesichert haben, dass die Islamische Republik zusätzliche Waffen über Jordanien ins Westjordanland schmuggeln werde.

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