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Israel schickt Ukraine Raketenwarnsystem

Staatsbesuch von Benjamin Netanjahu in der Ukraine im Jahr 2019
Staatsbesuch von Benjamin Netanjahu in der Ukraine im Jahr 2019 (© Imago Images / ZUMA Wire)

Seit Monaten beliefert Israel die Ukraine mit Verteidigungs- und Aufklärungsausrüstung sowie humanitärer Hilfe. Ein jüngst zur Verfügung gestelltes israelisches Frühwarnsystem für Raketenangriffe stellt einen weiteren Schritt zur Unterstützung der Ukraine dar.

Ein israelisches Frühwarnsystem für Raketenangriffe wurde diese Woche in Kiew in Betrieb genommen, teilte der ukrainische Botschafter in Israel, Jewgen Korniytschuk, am Mittwoch der Öffentlichkeit mit. Die Ukraine hatte Jerusalem seit Beginn der russischen Invasion im vergangenen Jahr um das zivile Abwehrsystem gebeten, und während die vorherige israelische Regierung versprach, es zur Verfügung zu stellen, würdigte der Botschafter das persönliche Engagement des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, den Prozess zu beschleunigen.

Israel schickt dem osteuropäischen Land Verteidigungs- und Aufklärungsausrüstung sowie humanitäre Hilfe, hat ukrainische Anfragen nach Offensivwaffen jedoch bislang abgelehnt, weil es befürchtet, Moskau zu verärgern. Russland bleibt die wichtigste militärische Kraft in Syrien, wo Israel weiterhin Luftangriffe gegen iranische Terroristen durchführt und deswegen auf das Wohlwollen Moskaus angewiesen ist.

Im Februar sickerten geheime Unterlagen aus dem Pentagon durch, zu denen auch ein Dokument mit Szenariengehört, in denen Israel damit beginnen könnte, der Ukraine Offensivwaffen für den Einsatz in ihrem Krieg gegen Russland zu liefern. Dem Geheimdienstdokument zufolge wäre das »plausibelste« Szenario für einen Kurswechsel Israels die Übernahme des »türkischen Modells« unter dem Druck der USA, wobei Jerusalem wie Ankara offensive Verteidigungssysteme an Kiew verkaufen oder über Dritte bereitstellen würde.

Zu Beginn dieses Jahres wurden Depots mit US-Munition in Israel angezapft, um der Ukraine bei der Abwehr der russischen Invasion zu helfen. Die Depots sind offiziell als US-Militärlager ausgewiesen und stellen als solche amerikanisches Territorium dar. Zwischen Jerusalem und Washington bestand jahrzehntelang die Abmachung, dass die Munition Israel in Notzeiten zur Verfügung gestellt wird, zum Beispiel, wenn der jüdische Staat mit einem Großangriff vom Ausmaß des Jom-Kippur-Kriegs im Jahr 1973 konfrontiert wird.

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