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Türkei investiert in neue Industriezone im Westjordanland

Abbas zu Besuch in Erdogans Präsidentenpalast im Januar 2015
Abbas zu Besuch in Erdogans Präsidentenpalast im Januar 2015 (© Imago Images / Seskim Photo)

Während die Türkei bislang eher Projekte in Gaza und Ost-Jerusalem finanziert hat, wendet sie sich nun in einem neuen Schritt dem Westjordanland zu und unterstützt Abbas‘ Autonomiebehörde.

Dean Shmuel Elmas, Israel Hayom

Die Türkei versucht auf Anweisung von Präsident Recep Tayyip Erdogan, ihren Einfluss im Westjordanland zu stärken. Dazu hat sie 10 Millionen Dollar in eine neue Industriezone investiert, die derzeit in der palästinensischen Stadt Jenin gebaut wird. Diese Investition ist ein bedeutender Schritt für die Türkei, die normalerweise aufgrund der herzlichen Beziehungen Ankaras zur Hamas im Gazastreifen und – aufgrund von Erdogans politischem Kalkül – in Ost-Jerusalem investiert.

„Es gibt einen Plan, türkische Fabriken im Industriegebiet zu bauen“, sagte der Wirtschaftsminister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Khaled al-Osaily, gegenüber der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Türkei ist nicht das einzige Land, das in das Projekt investiert. Deutschland investiert 24 Millionen Euro in die erste Bauphase, die sich auf die Errichtung der äußeren Infrastruktur konzentriert und Mitte 2021 abgeschlossen sein wird. Die zweite Phase, die sich auf die interne Infrastruktur konzentrieren soll, wird unter anderem mit den 10 Millionen Dollar aus Ankara finanziert.

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Die Investition läuft über die „Türkische Union der Kammern und Warenbörsen“ (TOBB), die von Erdogan grünes Licht erhalten hat, die beträchtliche Summe für das Bauprojekt an die PA zu überweisen. Das Projekt selbst wurde bereits 1999 konzipiert, konnte aber aufgrund ständiger Verzögerungen bisher nicht realisiert werden.

„Wir danken dem türkischen Präsidenten, der türkischen Regierung und dem türkischen Volk für ihre politische Freundschaft zu uns und für ihre Unterstützung der palästinensischen Wirtschaft“, sagte al-Osaily.

Die Industriezone wird unter anderem aus Lebensmittel- und Textilfabriken sowie aus Autowerkstätten bestehen. Nach Einschätzung der Palästinensischen Autonomiebehörde wird sich die Industriezone über eine Fläche von 272 Hektar erstrecken und etwa drei Kilometer vom Zentrum von Jenin entfernt liegen. Es wird erwartet, dass sie direkt 5.000 und indirekt 15.000 neue Arbeitsplätze schaffen wird.

(Aus dem Artikel „Under orders from Erdogan, Turkey increases investments in PA“, der bei Israel Hayom erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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