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Drohende Ölpest: Houthis verweigern UNO Zugang zu verlassenem Tanker im Jemen

Rheena Ghelani vom Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten informiert den Sicherheitsrat über Lage in Jemen
Rheena Ghelani vom UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten informiert den Sicherheitsrat (© Imago Images / Xinhua)

Die Vereinten Nationen befürchten eine Ölpest, die den für den Jemen lebenswichtigen Hafen Hodeida außer Betrieb setzen könnte, falls der seit 2015 verlassene Tanker nicht saniert wird.

The Jordan Times

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte die Houthi-Rebellen am Donnerstag auf, den UN-Inspektoren „ohne weitere Verzögerung“ Zugang zu einem lange verlassenen Öltanker vor der Küste des Jemen zu gewähren. Der 15-köpfige Rat hielt auf Ersuchen Großbritanniens eine Sondersitzung zur „FSO Safer“ ab, nachdem die Rebellen erklärt hatten, die Verhandlungen über die Zulassung der UN-Mission seien „in eine Sackgasse geraten“.

Das 45 Jahre alte Tankschiff „FSO Safer“ hat 1,1 Millionen Barrel Rohöl an Bord und liegt seit 2015 verlassen in der Nähe von Jemens westlichem Hafen Hodeida. Laut der UNO droht eine katastrophale Ölpest, die das Ökosystem des Roten Meeres zerstören, die Fischereiindustrie lahmlegen und den lebenswichtigen jemenitischen Hafen Hodeida für sechs Monate blockieren würde.

Die Sicherheitsratsmitglieder forderten die Houthis auf, „bedingungslosen und sicheren Zugang für die UN-Experten zu ermöglichen, um ohne weitere Verzögerung eine umfassende und unparteiische Untersuchung sowie erste Reparaturmaßnahmen durchführen“ zu können, so eine Erklärung. UN-Inspektoren sollten den Tanker ursprünglich bereits im vergangenen Jahr begutachten, aber die Mission wurde wegen Unstimmigkeiten mit den Rebellen immer wieder verschoben.

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Die Houthis bestehen darauf, dass das UN-Team Wartungsarbeiten durchführt, aber die UNO sagt, dass es ihr erlaubt sein müsse, den Ort zuerst zu untersuchen, bevor sie irgendwelche Arbeiten durchführt.

Am Dienstag erklärten die Houthi-Rebellen, die Verhandlungen mit der UNO seien nach mehrtägigen Gesprächen „in eine Sackgasse geraten“. Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) sagte bei der Ratssitzung, dass das UN-Team „weiterhin bereit ist, seinen Einsatz sofort anzutreten.“

„Die UNO wird das Team in Bereitschaft halten, solange wir die Mittel dafür haben“, sagte die Direktorin für Operationen und Lobbyarbeit des OCHA, Reena Ghelani. „Einige dieser Mittel werden jedoch bald auslaufen, so dass wir hoffen, dass die Dinge viel, viel schneller in Bewegung kommen“.

(Aus dem Artikel UN Security Council urges Yemen oil tanker access, der in der Jordan Times erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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