Fußball-WM 2022: Worin Katar dem FIFA-Ethikkodex widerspricht

 

„Ein neuer kritischer Bericht von Fox News enthüllt vor der in Katar stattfindenden FIFA-Weltmeisterschaft 2022 die Diskriminierung von Israelis, Ägyptern und LGBTQ-Personen durch das islamistische Regime in Golfmonarchie. Der Bericht wirft ernsthafte Fragen auf, ob Katar den Ethikkodex der FIFA einhalten kann, dem internationalen Fußballverband, der alle vier Jahre den weltweit größten Sportwettbewerb ausrichtet.

Cornerstone Global Associates, ein führendes britisches Beratungsunternehmen, stellte in seinem 12-seitigen Bericht mit dem Titel ‚FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022: Reputationsrisiko und Sponsoring‘ fest, dass das Verbot von Fans aufgrund ihrer Nationalität einen klaren Verstoß gegen den FIFA-Ethikkodex darstellt. ‚Seit Juni 2019 können israelische Staatsbürger keine Visa mehr für Katar beantragen. Auf der offiziellen Website von Katar ist Israel nicht als Land aufgeführt, in dem Visa beantragt werden können, geschweige denn, dass die Möglichkeit einer visumfreie Einreise besteht’, schrieb Cornerstone.

Laut dem Bericht sagte Akbar al Baker, der CEO von Qatar Airways, im Mai, dass Katar keine Visa für ‚seine Feinde‘ ausstellen würde. Al Baker bezog sich hierbei auf Ägypter. Als Verbündeter des iranischen Regimes ist Katar derzeit Ziel eines diplomatischen und wirtschaftlichen Embargos durch Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain.

Katar stellt Homosexualität unter Strafe, wobei die Internationale Vereinigung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle (ILGA) darauf hinweist, dass Artikel 258 des Gesetzbuchs von Katar eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren für homosexuelle Handlungen vorsieht, die mit Kopulation einhergehen. In der Tat besagt das Strafgesetzbuch von Katar, dass Personen zu Gefängnisstrafen verurteilt werden können, wenn ein Mann in irgendeiner Art und Weise zum ‚Analverkehr verleitet, angestiftet oder verführt wird.‘ (…)

Hassan al-Thawadi, der Chef des Bewerberteams für die Weltmeisterschaft 2022, hatte zuvor die Homosexualitätsgesetze seines Landes verteidigt. Als er im Jahr 2013 von einem schwulen Mann gefragt wurde, ob Homosexuelle bei dem Turnier willkommen sind, sagte er, dass es kein Problem sei, solange die Besucher die Ansichten des Landes in Bezug auf öffentliche Zuneigungsbekundungen respektierten würden. Und als er 2017 gefragt wurde, ob Israelis willkommen wären, falls sich die Mannschaft für das Turnier qualifizieren sollte, sagte er: ‚Jeder ist willkommen. Es ist eine einfache Antwort: Jeder ist willkommen.’“ (Benjamin Weinthal, Fox News: „Will Qatar let Israelis, Egyptians and LGBTQ people attend 2022 World Cup?“)

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