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Türkei: Antisemitismus in Schullehrplänen nimmt zu

Erdogans Schulbücher propagieren Antisemitismus und die Weltherrschaft der Türkei
Erdogans Schulbücher propagieren Antisemitismus und die Weltherrschaft der Türkei (Quelle: JNS)

Außerdem verherrlichen die untersuchten Schulbücher den Dschihad und das Märtyrertum und propagieren ein Neo-Osmanentum, das die Türkei als Weltmacht sieht.

Eine neue Studie über den aktuellen türkischen Schullehrplan hat ergeben, dass unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan erhebliche Änderungen in den Lehrbüchern vorgenommen wurden, die eine Zunahme von Antisemitismus und Israeldämonisierung beinhalten. Die Studie, die am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde, war von IMPACT-se und der Henry Jackson Society durchgeführt worden.

„Schulbücher sind bei zu einer Waffe Erdoğans geworden, in seinen Versuchen, die türkische Gesellschaft zu islamisieren und eine nostalgische Zeit türkischer Herrschaft heraufzubeschwören. Wir stellen eine zunehmende Dämonisierung Israels sowie antisemitische Verunglimpfungen fest, die dazu führen müssen, dass sich türkisch-jüdische Schüler unsicher fühlen“, sagte Marcus Sheff, Geschäftsführer von IMPACT-se.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie fokussieren auf jenen Teil des Lehrplans, in dem Israel dämonisiert und an antisemitische Botschaften verbreitet werden, indem jüdische Schulen nach dem Ersten Weltkrieg als feindlich gegenüber der Unabhängigkeit der Türkei beschrieben werden. Offizielle Lehrbücher enthalten auch antisemitische Botschaften, wenn sie betonen, dass Konflikte und Probleme im Nahen Osten auf Israel und implizit auf die Juden zurückzuführen sind.

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Anti-israelische Botschaften in den Lehrplänen ermutigen die Schüler, sich mit den Palästinensern zu identifizieren, als Teil der Rolle der Türkei als Beschützer der Muslime. Darüber hinaus werden Neo-Osmanentum und Pan-Turkismus gefördert, indem Konzepte wie die „türkische Weltherrschaft“ propagiert werden.

Laut der Studie propagieren die Schulbücher den Dschihad und das Märtyrertum im Kampf. Juden werden als Ungläubige charakterisiert, und nicht, wie es die traditionelle islamische Ansicht wäre, als „Volk des Buches“.

Positiv zu vermerken ist der Respekt vor der jüdischen Zivilisation und der hebräischen Sprache, und zum ersten Mal wird der Holocaust erwähnt, wenn auch nur kurz.

Der Artikel „Study finds an increase in anti-Israel, anti-Semitism in Turkish school curriculum“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.

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