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Wie Arafat dem »Islamischen Dschihad« half

Der Palästinensiche Islamische Jihad präsentiert seine Raketenbatterien
Der Palästinensiche Islamische Jihad präsentiert seine Raketenbatterien (© Imago Images / ZUMA Wire)

Fast zwanzig Jahre nach seinem Tod berichten hochrangige Terroristenführer von der finanziellen Unterstützung, die Jassir Arafat im Kampf gegen Israel geleistet hat.

Der Leiter des Politbüros des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) in Gaza, Samir Zaquot, sagte in einer Sendung des Fernsehsenders Al-Quds Al-Youm TV am 6. Oktober, Jassir Arafat sei ein Held gewesen, weil er heimlich Organisationen wie den PIJ unterstützt habe, die den bewaffneten Kampf gegen Israel führen, während Israel gehofft habe, die bewaffneten Gruppen auslöschen zu können.

»Die Osloer Abkommen waren ein Versuch, den Widerstand auszulöschen, aber der verstorbene Präsident, der heldenhafte Märtyrer Jassir Arafat, Allahs Gnade sei mit ihm, hat dem Widerstand unter der Hand geholfen und ihn finanziert«, sagte Zaquot. Deswegen müsse man heute genauso an ihn erinnern wie an andere Helden, die »dem Widerstand« geholfen hätten. Namentlich nannte Zaquot einen Mann namens Mahmoud Sabawi, der die Bomben gebaut habe, »mit denen der Widerstand die Besatzung und die Israelis angriff«.

Vom Reporter auf das Westjordanland angesprochen, antwortete der PIJ-Politbürochef, dass man auch die Männer der Sicherheitsdienste der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht vergessen dürfe, Anschläge gegen Israel vorbereiteten und durchführten. Das »gesegnete und heilige Land« Palästina könne die israelischen »Ausländer« nicht akzeptieren, die aus der ganzen Welt hierhergekommen seien, »mit all ihrer Verderbtheit«. Die meisten der Institutionen, die die wirtschaftliche und moralische Zerstörung herbeiführten, seien ebenso in diesem »Findelkind von einem Land« zu finden wie die »meisten Organisationen der Homosexuellen«.

Ähnlich wie Mahmud Abbas neulich gegenüber Wladimir Putin bekundete, dass er Amerika nicht vertraue, weil man sich auf das Land nicht verlassen könne – während Russland für Gerechtigkeit und Völkerrecht stehe –, erklärte Zaquot die USA zu einem »Funktionsstaat«, der keine Werte kenne, sondern nur Interessen verfolge, und deswegen seinem Ende entgegensehe. Das »Land der Aggression und des Verbrechens« sei das »größte kriminelle Imperium der Geschichte«.

Während die Welt immer über die Verkommenheit und Brutalität der »Tartaren« spreche, sei das »amerikanische Imperium« viel schlimmer, wie nicht zuletzt an dessen ehemaligen Präsidenten Trump zu sehen sei, der frei bekannte, ja, sogar damit geprahlt habe, dass Amerika ihn zum Präsidenten gewählt habe, »obwohl ich Kasinos und Bordelle betreibe. Wir respektieren keine moralischen Werte, sondern nur Interessen. Deshalb wurde ich zum Präsidenten dieses Landes gewählt.«

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