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Erdogan sucht die Nähe der Taliban

Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan, Taliban-Anführer Mullah Haibatullah Akhundzada
Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan, Taliban-Anführer Mullah Haibatullah Akhundzada (© Imago Images / Depo Photos, AGB Photo)

Der türkische Präsident Erdogan hofft, dass sein Land zukünftig eine bedeutende politische und ökonomische Rolle in Afghanistan spielen kann.

Jan Keetman, Jungle World

Im Frühjahr hatte Erdoğan noch gehofft, die türkischen Soldaten, die ohnehin mitwirkten, den Flughafen von Kabul zu kontrollieren, dort weiter zu belassen, um seinen Einfluss in Kabul aufrechtzuerhalten. Ihm zufolge hat die Türkei im Gegensatz zu anderen Staaten keine Probleme mit den Ansichten der Taliban: „Die Taliban sollten mit der Türkei viel leichter sprechen können, denn die Türkei hat keine Probleme mit ihren religiösen Standpunkten.“

Damit unterstellt Erdoğan, dass das Problem zwischen den Taliban und dem Westen ein rein religiöses sei: Die westlichen Staaten seien Kreuzfahrer, die den Islam hassen. (…)

Erdoğan versucht weiterhin, sich als Mittler zu den neuen Machthabern in Afghanistan ins Spiel zu bringen. Dabei steht er in Rivalität und Kooperation mit Katar, das eine wichtige Rolle bei den US-amerikanischen Evakuierungen spielte, nun ebenfalls als key player in Afghanistan gilt und Gespräche mit den Taliban über technische Hilfe am Kabuler Flughafen führt.

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Insbesondere hat die Türkei auch Interesse an den riesigen Rohstoffvorkommen Afghanistans. (…) Doch wenn es zur Ausbeutung dieser Rohstoffe kommt, können türkische Firmen wohl nur auf einen bescheidenen Anteil hoffen. Während die Türkei noch im Rahmen der Nato-Koalition in Afghanistan war, haben Russland und China bereits Kontakt zu den Taliban aufgenommen.

Weiterlesen in der Jungle World: „Erdoğan und die Taliban

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