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Warum Twitter Account aus Umfeld Khameneis sperrt

Ali Khamenei vor einem Bild von Qasem Soleimani
Ali Khamenei vor einem Bild von Qasem Soleimani (© Imago Images / ZUMA Wire)

Das Network-Unternehmen Twitter reagiert nur selten mit drastischen Maßnahmen gegen seine Nutzer. Dieses Mal hat es jedoch mit konsequenten, langfristigen Folgen reagiert: Das »Gezwitscher« von @KhameneiSite hat sich aufgehört.

Der Kurznachrichtendienst Twitter gab vergangenen Samstag bekannt, dass es einen mit dem Obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, verbundenen Account permanent gesperrt habe. Als Grund für die Sperre gab Twitter an, dieser Account habe ein Video gepostet, in dem Rache am ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für die Tötung eines hochrangigen Generals der Revolutionsgarden geschworen wurde.

»Der infrage stehende Account wurde wegen der Verletzung unserer Regeln dauerhaft gelöscht«, gab ein Twitter-Sprecher laut NDTV gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt.

Der Account @KhameneiSite postete ein Animationsvideo mit dem Titel »Die Rache kommt bestimmt«, in dem von einer Drohne auf Donald Trump gefeuert wird. Trump hatte im Jahr 2020 in seiner Eigenschaft als US-Präsident einen Drohnenschlag auf den Kommandeur der Quds-Einheit der Revolutionsgarden, Qasem Soleimani, in Bagdad befohlen.

Der in mehreren Sprachen twitternde Hauptaccount Khameneis bleibt bestehen. Vergangenes Jahr war schon einmal ein Account aus seinem Umfeld gesperrt worden, auf dem Trump mit Racheakten und seiner Tötung gedroht worden war.

Khamenei, auf dessen Homepage das Animationsvideo auch erschien, schwor in der Vergangenheit mehrfach öffentlich, Rache für Soleimani zu nehmen. Anlässlich des zweiten Todestags des Generals der Revolutionsgarden am 3. Januar erklärte auch der Präsident des Iran, Ebrahim Raisi, dass die USA sich auf Vergeltungsschläge für den Angriff auf Soleimani gefasst machen müssten.

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