Alex Feuerherdt und Florian Markl im taz Talk über die Israel-Boykottbewegung BDS, ihren antisemitischen Charakter und das Buch von Ihnen zum Thema.
Die BDS-Bewegung („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) ist keine feste Organisation, sondern ein loser, internationaler Zusammenschluss von über 170 Akteuren, die eine gemeinsame Agenda verfolgen. Sie rufen zum wirtschaftlichen und kulturellen Boykott Israels auf, um für die Einhaltung von Menschenrechten einzutreten.
Ihre Geschichte reicht weit vor das offizielle Gründungsjahr 2005 zurück, der Boykott gilt als der längste, wirtschaftliche Boykott in der Geschichte mit einer Dauer von über 60 Jahren.
Auf ihrer Webseite behauptet BDS, sich gegen jede Form des Rassismus sowie Antisemitismus einzusetzen und ein zivilgesellschaftlicher und gewaltfreier Advokat für palästinensische Rechte zu sein. Gleichzeitig wird die BDS-Bewegung von der Hamas sowie dem Islamistischen Jihad unterstützt und viele BDS-Aktivist:innen sprechen Israel das Existenzrecht ab.
Wo hört Kritik auf und wo beginnt Antisemitismus? Nach welchen Kriterien und Definitionen wird dies festgelegt? Welchen Unterschied gibt es zwischen Antizionismus und Antisemitismus?
„Die Israel-Boykottbewegung“, erschienen im Hentrich & Hentrich Verlag, ist das erste Buch in deutscher Sprache, das sich mit diesem Thema tiefgreifend auseinandersetzt.
Im taz Talk geben die beiden Autoren Alex Feuerherdt und Florian Markl einen umfassenden Überblick über Hintergründe und Ziele der BDS-Bewegung und gehen auf weitere Fragen rund um den israelbezogenen Antisemitismus ein. Moderiert wird das Gespräch von Jan Feddersen und Anastasia Tikhomirova.
Wann: Donnerstag, 1. Juli, 19 Uhr.
Wo: Online auf https://www.youtube.com/watch?v=d9P448DXZLU.
Kontakt: taztalk@taz.de.
Auszüge aus dem Buch finden Sie hier: