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„Die Zeit ist reif für ein israelisch-irakisches Friedensabkommen“

Die irakische und die israelische Flagge
Die irakische und die israelische Flagge (Quelle: Shafaq)

Der irakisch-kurdische Politikanalyst H. Tarkhani plädiert für Beziehungen zwischen dem Irak und Israel, da dies eine Reihe von Vorteilen für sein Land bringe.

H. Tarkhani, Jerusalem Post

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind das erste arabische Land seit Jahrzehnten, das die Mauer zwischen Israel und arabischen Ländern durchbrochen hat. Jetzt ist es an der Zeit, dass andere Länder, darunter der Irak, in seine Fußstapfen treten, um Frieden und Wohlstand in die Region zu bringen.

Es gibt lange und wechselvolle Beziehungen zwischen der jüdischen Bevölkerung Israels und Mesopotamiens, wo Juden über Tausende von Jahren lebten, und wo sie von Anfang an am Aufbau des Landes beteiligt waren. Die jüdische Gemeinde im Irak ist die älteste jüdische Gemeinde außerhalb Israels und geht auf den Propheten Abraham zurück. Diese Gemeinde wurde im Irak vor über Tausenden von Jahren gegründet, und währte bis zum Beginn der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, als 120.000-130.000 jüdische Iraker nach Israel ausgeflogen wurden.

Seit den 1950er Jahren lehnten verschiedene irakische Regime den Staat Israel ab und arbeiteten gegen ihn. Trotz dieser Probleme stellt sich die gegenwärtige Situation mit ihrer neuen demokratischen irakischen Regierung ganz anders dar. Diese neue Regierung unter der Führung von Mustafa al-Kadhimi freut sich darauf, ihre diplomatischen Beziehungen auszubauen und ihre Beziehungen zu anderen Staaten in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Energie zu erweitern. (…)

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Auch wenn die Sprecher des irakischen Premierministers vor kurzem bekräftigt haben, dass die irakischen Gesetze Beziehungen zu Israel nicht zulassen, könnten diese geändert werden, wenn beide Parteien eine starke Entschlossenheit dazu an den Tag legen. Hassan Kaiba, der Sprecher des israelischen Außenministeriums, kündigte an, dass Israel Beziehungen zum Irak aufbauen möchte und sich auf die Unterzeichnung eines Friedensabkommens mit dem Irak freut.

Die israelische Regierung ist an der Entwicklung kultureller und diplomatischer Beziehungen zum Irak interessiert. Im Jahr 2018 richtete das israelische Außenministerium eine Facebook-Seite ein, die sich ausschließlich an Iraker wenden und die Beziehungen zum irakischen Volk fördern soll. Die Times of Israel beschrieb das Ziel der arabischsprachigen Seite so, dass sie „als eine Art digitale Botschaft für das vom Krieg zerrissene Land dienen soll“. (…)

Am 6. Juli 2019 gab der irakische Botschafter in den USA, Farid Yaseen, während eines Seminars in Virginia eine Erklärung zum Verhältnis zwischen Irakern und Juden ab. Er versicherte: „Es gibt eine Reihe von Gründe, die zur Aufnahme von Beziehungen zwischen dem Irak und Israel führen können, darunter die Präsenz einer bedeutenden irakischen Gemeinschaft in Israel, die ihre Kultur und Traditionen noch immer pflegt.“

Ein irakisch-israelisches Friedensabkommen würde eine starke Botschaft an den Iran senden und die Welt an dessen imperialistische Politik in der Region erinnern. Ein Friedensabkommen würde auch die volle Unterstützung der USA und anderer westlicher Länder für die Sicherung eines starken, demokratischen und unabhängigen Irak garantieren.

(Aus dem Artikel Time for an Israel-Iraq peace deal, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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