Die Times-Square-Initfiada

„Propalästinensische Aktivisten, die sich am Wochenende auf dem Times Square in Manhattan versammelten, um gegen Donald Trumps Erklärung zu Jerusalem zu demonstrieren, boten einen hilfreichen Einblick in die wahren Ziele ihrer Bewegung. An Hochschulen und auf den Kommentarseiten umhüllt dieselbe Gruppe sich sorgsam mit dem Mantel der sozialen Gerechtigkeit und argumentiert, sie wolle nichts anderes als Frieden und Gerechtigkeit für die unterdrückten Palästinenser. Auf den Straßen dagegen ergibt sich ein eindeutigeres und gruseligeres Bild. Alles dreht sich um Gewalt gegen Juden. Berichten zufolge zeigt ein Video der Demonstration, wie die Menge von ihren anfangs hasserfüllten Rufen zu immer mordlustigeren Parolen überging. Anfangs ist der relativ milde Ruf zu hören, ‚Wir wollen keine zwei Staaten, wir wollen 48’. Sollte man ihnen außerordentlich gewogen sein, könnte man das so interpretieren, als solle lediglich der jüdische Staat abgeschafft und durch ein Zusammenleben von Arabern und Juden ersetzt werden. Doch was dann folgt, lässt sich nur noch wenig Interpretationspsielraum.

‚Mit Geist und Blut werden wir al Aqsa befreien!’ rufen hunderte Demonstranten, die sich unter dem Neonbogen am Eingang zum U-Bahnhof in der 42nd Street zusammendrängten. ‚Es gibt nur eine Lösung: Die Intifada-Revolution!’ Und dann, um die Raserei des religiösen Hasses und der Verhetzung abzurunden: ‚Juden, denkt an Khaybar, die Armee Mohammeds kehrt wieder’. Für diejenigen, die sich in der islamistischen Eschatologie nicht so gut auskennen: Khaybar ist eine Oase in der Nähe Medinas. Dort ermordeten und unterdrückten muslimische Streitkräfte im Jahre 628 die Juden. Schließlich, als die Demonstration sich ihrem Höhepunkt näherte, rief die Menge nur noch ‚Intifada’. Damit wird die palästinensische Gewaltkampagne bezeichnet, durch die in den vergangenen drei Jahrzehnten tausende Israelis getötet worden sind.

Falls Sie noch irgendwelche Zweifel hatten, worum es der BDS-Kampagne wirklich geht, brauchen Sie diese nicht weiter zu hegen. Wir haben es hier nicht mit einer Menschenrechtskampagne zu tun. Es handelt sich auch nicht um eine Bewegung, der es um Koexistenz geht oder die sich irgendwelchen Werten verpflichtet weiß, die von Liberalen geschätzt werden. Noch handelt es sich, wie die Khaybar-Parole zeigt, um eine Bewegung, die zwischen Israelis und Juden differenziert. Es handelt sich um eine Bewegung, die auf Wut und religiöser Feindseligkeit beruht und die der Gewalt verpflichtet ist. Dieses Wochenende feierte sie ihren Fanatismus öffentlich in der am stärksten jüdisch geprägten Stadt Amerikas.“ (Liel Leibovitz: „The Times Square Intifada”)

 

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