Abbas-Berater weist Forderung nach Ende von Terror-Unterstützung ab

Nabil Shaath

„Nabil Shaath, ein hochrangiger außenpolitischer Berater des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas, erklärte am Donnerstag, wer erwarte, dass die palästinensische Führung ihre Zahlungen an in Israel inhaftierte palästinensische Gefangene einstelle, sei ‚verrückt’. Im Rahmen eines Interviews mit Israel Radio fügte er hinzu, eine solche Forderung gefährde massiv jede Aussicht auf Friedensverhandlungen im Nahen Osten. Shaath erklärte zudem, dass ‚die Gefangenen Opfer Israels und ein Ergebnis der Besatzung’ seien. Die Forderung, die Zahlungen an die Gefangenen, von denen manche verurteilte Mörder sind, einzustellen, gleiche der Forderung, Israel solle seinen Soldaten ihre Gehälter nicht mehr zahlen. Andererseits stelle Trumps Einladung an Abbas einen guten Ausgangspunkt für das Verhältnis zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und der US-Administration dar. Shaath begrüßte die ‚respektvolle’ Herangehensweise des Präsidenten in seinem Bestreben, den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen.

Israel hat wiederholt gefordert, dass die Palästinensische Autonomiebehörde die Zahlungen an die Familien der Gefangenen einstellen solle. Hochrangige Regierungsvertreter hatten vor dem Treffen zwischen den Präsidenten Amerikas und der Palästinensischen Autonomiebehörde ihren Amtskollegen in Washington gegenüber betont, wie wichtig diese Frage sei. Shaaths Erklärung kam einen Tag, nachdem der Pressesprecher des Weißen Hauses Sean Spicer Reportern berichtet hatte, der Präsident wolle, dass Abbas die Entscheidung der PA, Terroristen und ihren Familien ein monatliches Einkommen zu zahlen, ‚bereinigt’. Spicer fügte hinzu, Trump haben seinem palästinensischen Amtskollegen, der Mittwochabend in Washington eintraf, auch mitgeteilt, dass die PA auf Hetze im palästinensischen Fernsehen verzichten müsse.“ (Yasser Okbi/Maariv Hashavua: „Palestinian Authority rejects ‚mad‘ request to end prisoners‘ payment“)

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