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Rätselhafte Explosionen in Kraftwerken und Fabriken des Iran

Explosion in der Fabrik Sepahan Bresh bei Teheran am 6. Juli 2020
Explosion in der Fabrik Sepahan Bresh bei Teheran am 6. Juli 2020 (Quelle: JNS)

Eine Explosion in der Nähe von Teheran am Montag war der jüngste in einer Reihe ähnlicher Vorfälle in der vergangenen Woche.

Bei einer Explosion am Montag in der Fabrik Sepahan Bresh bei Teheran wurden zwei Menschen getötet und drei verletzt. Die Explosion war die jüngste in einer Reihe ähnlicher Vorfälle im Iran.

Am Samstag explodierte ein Transformator im Kraftwerk Shahid Medhaj Zargan in Ahvaz, und nur Stunden später wurden viele Menschen durch ein Chlorgasleck in der Karun Petrochemical Company, südlich der Stadt gelegen, verletzt. Zwei Tage zuvor brach in der Nuklearanlage Natanz in Isfahan ein Feuer aus, am 30. Juni kamen 19 Menschen bei einer Explosion in einer medizinischen Einrichtung in Teheran ums Leben, und am 26. Juni erschütterte eine große Explosion den Militärkomplex Parchin.

„Der Vorfall könnte mittelfristig die Entwicklung und Produktion hochentwickelter Zentrifugen verlangsamen“, sagte der Sprecher der Atomenergie-Organisation des Iran, Behrouz Kamalvandi, der arabischen Londoner Tageszeitung Asharq Al-Awsat zufolge am Sonntag nach dem Brand in Natanz. „Der Iran wird das beschädigte Gebäude durch ein größeres Gebäude mit noch fortschrittlicherer Ausrüstung ersetzen.“

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Der Iran hatte zunächst behauptet, die Explosion habe nur geringe Schäden verursacht. Nach Angaben des israelischen Fernsehsenders Channel 13 schätzen Analysten, dass die Schäden durch die Explosion und die nachfolgenden Brände in Natanz das iranische Atomprogramm um ein Jahr zurückgeworfen haben.

Ein am Sonntag veröffentlichter Bericht der New York Times zitierte einen namenlosen Beamten des Geheimdienstes aus dem Nahen Osten mit den Worten: „Israel war für den Angriff verantwortlich … mittels einer starken Bombe.“ Jerusalem hat eine Beteiligung jedoch abgestritten.

Israel bekannte sich im Jahr 2018 zu einer Operation des Mossad, im Zuge derer es einen wahren Schatz an Dokumenten über das iranische Atomprogramm aus einem Lagerhaus in Teheran stehlen konnte. Ebenso macht es die Tatsache öffentlich, dass es seit zehn Jahren einen verdeckten Cyberkrieg mit der Islamischen Republik führt.

Es wird vermutet, dass der Virus „Stuxnet“, der 2010 aufgedeckt wurde und von dem weithin angenommen wird, dass er eine gemeinsame Schöpfung Israels und der USA ist, schwere Schäden an den Urananreicherungszentrifugen in Natanz verursacht hat. Im vergangenen September sagte ein General des Korps der Islamischen Revolutionsgarden im Iran, der „Stuxnet-Cyberangriff hatte den positiven Effekt, dass er ‚uns veranlasste, der Cybersicherheit seiner Nuklearanlagen größere Aufmerksamkeit zu schenken‘“.

Im Mai soll Israel einen Cyberangriff gegen den Iran durchgeführt haben, durch den einer der wichtigsten Häfen des Landes tagelang lahmgelegt wurde, offenbar als Vergeltung für einen iranischen Angriff auf die Wasserinfrastruktur Israels im Monat davor.

Iran rocked by yet another unexplained explosion at power facilities, factories (Übersetzung für Mena-Watch von Alexander Gruber.)

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