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Verhandlungen in Sanaa sollen Krieg im Jemen beenden

Wird jetzt ein dauerhafter Waffenstillstand im Jemen möglich? (© imago images/agefotostock)
Wird jetzt ein dauerhafter Waffenstillstand im Jemen möglich? (© imago images/agefotostock)

Saudi-arabische Verhandler reisen in den kommenden Tagen in den Jemen, um mit den Huthis einen Waffenstillstand zu verhandeln.

In der kommenden Woche wird eine Delegation aus Saudi-Arabien in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa zu Verhandlungen erwartet. Ziel der Gespräche ist es, bis zum 20. April, dem Ende des diesjährigen Fastenmonats Ramadan, einen permanenten Waffenstillstand mit den Huthi-Rebellen zu verkünden. Begleitet wird die saudische Delegation auch von Vertretern des Oman, der in der Vergangenheit im Jemen schon öfter als Vermittler zwischen den Kriegsparteien fungiert hat.

Seit der von China vor einem Monat vermittelten Wiederannäherung von Saudi-Arabien und dem Iran nach Jahren, in denen es keine offiziellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gegeben hatte, wuchs die Hoffnung, dass dies auch einem Ende des Kriegs im Jemen den Weg bereiten könnte.

Abflauende Kämpfe

Im Jahr 2014 hatten die Huthis die international anerkannte jemenitische Regierung gestürzt, seit 2015 ist Saudi-Arabien als Führungsmacht einer Allianz direkt in den Krieg involviert, in dem das iranische Regime die schiitischen Huthi-Milizen unterstützt. Im April 2022 war im Jemen ein von den Vereinten Nationen vermittelter Waffenstillstand in Kraft getreten, der allerdings im Oktober beendet wurde. Nichtsdestotrotz sind die Kämpfe im Land in der jüngsten Vergangenheit abgeflaut.

Bei den Verhandlungen kommende Woche soll es unter anderem um die Öffnung der jemenitischen Häfen und Flughäfen gehen, um dringend benötigte Hilfslieferungen für die hungerleidende Bevölkerung zu ermöglichen. Zuletzt hat die saudisch geführte Allianz in mehreren Schritten Einfuhrbeschränkungen in den Jemen gelockert, die sie vor Jahren verhängt hatte. Die Lage im Jemen gilt als einer der schlimmsten humanitären Notfälle weltweit.

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