Ein Luftabwehrsystem in Händen der Hamas würde die Bewegungsfreiheit der israelischen Luftwaffe über dem Gazastreifen einschränken.
Nach den Luftschlägen auf Ziele der Hamas, die Israel als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen unternommen hat, wird auf sozialen Medien darüber diskutiert, ob die islamistische Terrorgruppe eine Form von Luftraumverteidigungssystem eingesetzt haben könnte.
Die israelische Armee bestätigte der Jerusalem Post zufolge, dass einer ihre Angriffe sich gegen ein schweres Maschinengewehr gerichtet habe. Mit einer solchen Waffe können auch Flugzeuge beschossen werden. Darüber hinaus dürfte auch das Luftabwehrsystem Strela eingesetzt worden sein, das im Jahr 2012 zum ersten Mal in Gaza aufgetaucht ist und ursprünglich aus libyschen Beständen gekommen sein soll, die in den Gazastreifen geschmuggelt worden waren.
Beschränkte Bewegungsfreiheit
Auf Twitter machte ein Video die Runde, auf dem zu sehen sein soll, wie Terroristen – erfolglos – versuchten, tragbare Luftabwehrsysteme (man-portable air defense systems/MANPADS) gegen israelische Flugzeuge einzusetzen. Ein Waffenexperte postete das Video eines Mitglieds der Qassam-Brigaden der Hamas, der ein MANPAD in Richtung eines israelischen Flugzeugs abfeuert. Die MANPADS stellen für Jets eine weitaus größere Bedrohung dar als das veraltete Strela-System, das von der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde.
Wie der Waffenexperte in seinem Tweet bemerkte, scheint die Hamas »heutzutage sehr daran interessiert zu sein, MANPADS zu verwenden«, und das ist auch nicht überraschend: Solche Luftabwehrsysteme würden eine bedeutende Steigerung der militärischen Kraft der Hamas darstellen, da sie der israelischen Luftwaffe die totale Kontrolle des Luftraums über dem Gazastreifen nehmen und damit ihre Bewegungsfreiheit einschränken würden.