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Sollten LGBT-Aktivisten nicht gegen die Hamas protestieren statt gegen Israel?

Teilnehmer des "Queer for Palestine" Soli-Block der antisemitischen BDS-Bewegung auf dem Radical Queer March
Teilnehmer des "Queer for Palestine" Soli-Block der antisemitischen BDS-Bewegung auf dem Radical Queer March (© Imago Images / Christian Mang)

Antiisraelische Vorwürfe wie „Pinkwashing“ sind bloße Schlagworte, die dazu dienen sollen, das Ressentiment gegen den jüdischen Staat plausibel erscheinen zu lassen.

Konstantin Mowotny, Der Freitag

In linken Kreisen der USA ist es so normal, das Land im Nahen Osten als „Apartheidstaat“, als Agent des westlichen Imperialismus, als koloniales Projekt, als Landraub und an sich genozidale Idee zu bezeichnen, dass all diese ziemlich heftigen Etiketten nicht mehr begründet werden müssen. Vielmehr sind es Schlagworte, die sich für jede Gelegenheit anbieten. (…)

Der Women‘s March wurde 2017 und 2019 unter anderem angeführt von Linda Sarsour, einer bekennenden Unterstützerin der Israel-Boykottkampagne BDS. Feminismus und Palästina, das ging für viele Protestierende nahtlos zusammen.

Der Schluss zwischen diesen zwei auf den ersten Blick doch recht verschiedenen Sachen wurde so gezogen: Als Feministin müsse man gegen alle Formen der Unterdrückung von Frauen aufstehen, auch gegen die der israelischen Besatzer gegen Palästinenserinnen. Deswegen sollte sich jeder, der sich vom sexistischen Präsidenten gestört fühlt, ebenfalls von der israelischen Politik gestört fühlen. Am diesjährigen 1. Mai ereigneten sich in Deutschland ähnliche Schauspiele, unter anderem in Form der queerfeministischen Palästinasolidarität.

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Mir schien der Zusammenhang konstruiert. Wieso muss eine Feministin überhaupt eine Meinung zu Israel haben? Und sollten Queers nicht vielmehr gegen die Hamas Partei ergreifen, die Homosexualität in den besetzten Gebieten unter Todesstrafe stellt, anstatt gegen das insgesamt recht queerfreundliche Israel?

Weiterlesen bei Der Freitag: „Einsam verbunden

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