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Palästinensische Terrorgruppe bedroht Israel von Syrien aus 

Palästinenser demonstrieren für den Syriens Präsidenten Assad
Palästinenser demonstrieren für den Syriens Präsidenten Assad (© Imago Images / ZUMA Wire)

Arabischen Berichten zufolge sind die »Galiläischen Wölfe« Syriens Präsidenten Bashar Assad treu ergeben und erhalten Waffen und Ausbildung vom Iran und der Hisbollah. 

Baruch Yedid

Eine palästinensische Terrorgruppe mit Sitz in Syrien und Verbindungen zum Iran und zur Hisbollah bereitet aktiv eine neue Anschlagsserie in Israel vor. Der Kommandeur der »Galiläischen Wölfe«, Fadi Malach, sagte dem syrischen Pressedienst Tazpit (TPS): »Wir befinden uns mitten in den Vorbereitungen für eine Reihe weiterer Operationen innerhalb Israels, trotz der Warnung Israels an die Hisbollah, sich auf kein weiteres Abenteuer einzulassen.«

Malach erklärte gegenüber TPS auch, dass seine Gruppe für einen Bombenanschlag am 13. März an der Megiddo-Kreuzung in Nordisrael verantwortlich sei, bei dem ein israelischer Autofahrer verletzt wurde. Der Mann, der die Bombe gelegt hatte, wurde anschließend von israelischen Soldaten getötet, als er in Richtung libanesische Grenze zurückfuhr. In seinem Fahrzeug wurden Sprengstoff und eine Waffe gefunden, und der Terrorist trug Berichten zufolge einen Selbstmordbombengürtel.

Seine seit 2004 aktive Gruppe, die »in einer ersten Phase die Befreiung Galiläas erreichen» wolle, sei »für die Megiddo-Operation verantwortlich«, erklärte Malach, der allerdings keine Beweise zur Untermauerung seiner Behauptung vorlegte. Während die Gruppe auch in Telegram-Kanälen die Verantwortung für die Megiddo-Operation am 13. März übernahm, glaubt Israel, dass die Hisbollah für den Angriff verantwortlich ist.

Assad treu ergeben

Malach erklärte, die »Galiläischen Wölfe« seien im Gegensatz zur Hamas und zum Palästinensischen Islamischen Dschihad nicht vom Iran vereinnahmt. »Wir stehen in Kontakt mit dem Islamischen Dschihad und der Volksfront in Syrien, aber wir vertreten keine Länder wie den Iran, sondern nur die palästinensischen Interessen«, betonte er. »Die Palästinensische Autonomiebehörde vertritt nicht das palästinensische Volk, dies tun nur die Gruppen, die wirklich gegen Israel arbeiten.«

Arabischen Berichten zufolge ist die Gruppe dem syrischen Präsidenten Bashar Assad treu ergeben und hat an zahlreichen Kämpfen gegen syrische Rebellen teilgenommen. Außerdem sollen sie Waffen und Ausbildung vom Iran und der Hisbollah erhalten. Bei den Mitgliedern der »Galiläischen Wölfe« soll es sich um Palästinenser aus Flüchtlingslagern in Syrien handeln.

Die Gruppe wird mit mehreren Anschlägen in Verbindung gebracht, z. B. mit einem Angriff im Jerusalemer Merkaz-Rav-Kook-Seminar, bei dem 2008 acht Studenten getötet und elf weitere verletzt wurden. Einige Beobachter in Israel sind jedoch skeptisch und vermuten, dass es sich bei den »Galiläischen Wölfen« um eine fiktive Organisation handelt, die bloß die Verantwortung für Anschläge übernimmt, ohne sie jedoch ausgeführt zu haben. Andere vermuten, dass es sich bei den Wölfen um eine Nachfolgeorganisation der »Freien Söhne Galiläas« handelt, einer israelisch-arabischen Terrorgruppe, die sich von 2007 bis 2009 zu mehreren Anschlägen in Israel bekannte.

(Der Artikel erschien auf Englisch beim Jewish News Syndicate. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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