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Palästinensische Medien retuschieren Fotos von festgenommen Terroristen

Zakaria Zubeidi bei Verhaftung: gefälschtes Bild (li.) und Original (re.)
Zakaria Zubeidi bei Verhaftung: gefälschtes Bild (li.) und Original (re.) (Quelle: Twitter)

Die Fotos der aus einem israelischen Gefängnis ausgebrochenen Terroristen bei deren Wiederaufgriff wurden so bearbeitet, dass sie Trotz und Verachtung statt Erschöpfung und Resignation zeigen.

Pesach Benson, United With Israel

Palästinensische Nachrichtendienste verbreiteten in den sozialen Medien Bilder der aus dem Gilboa-Gefängnis entflohenen und wieder aufgegriffenen Terroristen, die mit Photoshop so bearbeitet wurden, dass die Festgenommenen in die Kamera lächeln. Israelis posteten kurz darauf Bilder sowohl der echten als auch der manipulierten Aufnahmen von Zakaria Zubeidi, Yakoub Mohammed Qadri und Mohammed Ardah, die in der Nacht von Freitag auf Samstag festgenommen worden waren.

Die Originalbilder der Flüchtigen zeigten Erschöpfung nach fast fünf Tagen Flucht und Resignation nach der Festnahme. Die manipulierten Fotos hingegen sollten Trotz und Verachtung gegenüber den israelischen Sicherheitskräften signalisieren.

Gängige und einfach zu bedienende Foto- und Videobearbeitungsprogramme wie FaceApp nutzen künstliche Intelligenz, um Gesichtsausdruck, Haut- und Haarfarbe zu verändern, die Beleuchtung anzupassen und vieles mehr. Der Twitter-Parodie-Account The Mossad: The Social Media Account zeigte, wie einfach es war, die Fotos zu verändern.

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Die manipulierten Bilder wurden von der hamasnahen Shehab News Agency, die mehr als 542.000 Follower hat, sowie von Gaza Now News getwittert. Im Juli sperrte Facebook das 7,5 Millionen Follower umfassende Konto von Shehab, weil auf dem Kanal Gewalt gepriesen worden war. Von der westlichen Presse scheinen die gefälschten Bilder nicht aufgegriffen worden zu sein.

Der Begriff „Fauxtografie“ entstand 2006 während des zweiten Libanonkriegs. Der Reuters-Fotograf Adnan Hajj fälschte damals ein Bild von Beirut, indem er nach einem israelischen Angriff per Computer mehr Rauch über die Aufnahme der Stadt legte. Reuters entließ Hajj, nachdem aufmerksame Blogger ungewöhnliche, sich wiederholende Muster im Rauch bemerkt hatten.

Seitdem werden für die „Fauxtografie“ auch Techniken genutzt wie: manipulative Bildausschnitte, gestellte oder inszenierte Fotos, irreführende Bildunterschriften, aus anderem Zusammenhäng wiederverwertete Bilder, fragwürdige Fotoquellen und Trompe-l’oeil-Fotografie („optische Tricks“), bei der eine Aufnahme so ausgerichtet wird, dass nicht zusammenhängende Objekte zusammenzuwirken scheinen. Solche Bilder wurden von palästinensischen Beamten, Journalisten, NGOs und Aktivisten verbreitet.

Palästinensische Fotografen wurden sogar beschuldigt, sich mit palästinensischen Steinewerfern abgesprochen zu haben, um bestimmte gestellte Aufnahmen zu erhalten, die sie leichter an westliche Nachrichtenredakteure verkaufen konnten.

(Aus dem Artikel „Palestinian ‘Fauxtography’ Strikes Social Media“, der bei United With Israel erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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