Iran benutzt deutsche Firmen zur Finanzierung des Kriegs im Jemen

„Das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) hat deutsche Firmen zur Tarnung illegaler Aktivitäten für die  Finanzierung des Kriegs gegen die proamerikanische Regierung in der jemenitischen Hauptstadt Sana’a eingesetzt. Wie das Time Magazine am Donnerstag berichtete ‚setzt das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) seit mehreren Jahren deutsche Scheinfirmen ein, um unter Umgehung der europäischen Exportkontrollen hochentwickelte Druckanlagen, Papier mit Wasserzeichen und Spezialtinten zu erwerben.‘

Unter Berufung auf Beamte des US-Finanzministeriums berichtete Time weiter: ‚Das IRGC hat dann gefälschte jemenitische Banknoten im Wert von womöglich hunderten von Millionen Dollar gedruckt und mit ihnen seinen Stellvertreterkrieg gegen die bedrängte proamerikanische Regierung in der Hauptstadt Sana’a finanziert. Deutsche Firmen wurden zur Deckung eingesetzt, um den schrecklichsten humanitären Konflikt der Welt zu finanzieren. In dem Bericht hieß es, US-Beamte, die das iranische Täuschungsmanöver aufgedeckt hatten, hätten sich im April 2017 mit ihren Amtskollegen im Bundesfinanzministerium in Berlin getroffen. Die Jerusalem Post hat die Länderverfassungsschutzberichte auf ihre Angaben zum Iran hin durchgesehen. In den Berichten wird die iranische Strategie der Nutzung von Scheinfirmen zum Erwerb von Atom- und Raketentechnologie in Deutschland im letzten Jahr dokumentiert.

In Time heißt es: ‚Die von den US-Ermittlern sichergestellten Beweise sollten die Deutschen umstimmen, nicht nur, damit sie sich gegen das iranische Vorgehen an der südlichen Spitze der arabischen Halbinsel stellen‘, sondern auch, ‚um Berlin zu überzeugen, dass man Teheran nicht vertrauen kann und die Deutschen sich der Trump-Administration bei der Verhängung von Sanktionen anschließen sollten, die die Wirtschaft des Iran lahmlegen sollen‘. US Präsident Donald Trump ließ das IRGC 2017 als Terrororganisation einstufen. Deutschland hat jedoch davon abgesehen, das IRGC als Terrororganisation zu verbieten. Die Bildzeitung berichtete am Donnerstag, dass Deutschland dem ehemaligen IRGC-Angehörigen Hadi Mofateh gestatten werde, das vom iranischen Regime kontrollierte Islamische Zentrum in Hamburg zu leiten. (…) Zwei Quellen zufolge, die mit den Verhandlungen zwischen den USA und Deutschland über das Atomabkommen vertraut sind, gilt Deutschland allgemein als derjenige europäische Verbündete mit der geringsten Bereitschaft, den kriegerischen Aktivitäten des Iran entgegenzutreten.“ (Benjamin Weinthal: „Report: Iran using German companies to finance war in Yemen“)

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