Ex-Außenminister Kerry bittet Abbas, Trump gegenüber hart zu bleiben

„Während das Weiße Haus bestätigte, dass es seit der Verabschiedung der Erklärung zum Status von Jerusalem keine Kommunikation mehr zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Trump-Administration gegeben hat, stellte sich heraus, dass die vorherige Administration den Kontakt zu den PA-Beamten jedoch aufrecht erhielt. Maariv berichtete, dass der ehemalige US-Außenminister John Kerry sich in London mit Hussein Agha, einem engen Mitarbeiter von PA-Präsident Mahmoud Abbas, zu einem langen und offenen Gespräch über eine Vielzahl von Themen getroffen habe. Agha gab offenbar die Einzelheiten des Gesprächs an hohe PA-Beamten in Ramallah weiter. Ein hochrangiger PA-Beamter bestätigte gegenüber Maariv, dass das Treffen stattgefunden habe. (…)

Laut dem Report bat Kerry Agha während des Gesprächs, Abbas eine Botschaft zu übermitteln und ihn zu bitten, ‚durchzuhalten und stark zu bleiben.‘ Sagen Sie ihm, sagte er zu Agha, ‚dass er im Geiste stark bleiben und auf Zeit spielen soll, dass er nicht einknicken und den Forderungen von Präsident [Donald] Trump nicht nachgeben soll.‘ Laut Kerry wird Trump nicht mehr lange im Amt bleiben. Es wurde berichtet, dass Kerry sagte, dass es innerhalb eines Jahres eine gute Chance gäbe, dass Trump nicht mehr im Weißen Haus sein würde.

Kerry bot den Palästinensern seine Hilfe an, um den Friedensprozess voranzutreiben und er empfahl Abbas, seinen eigenen Friedensplan vorzulegen. ‚Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Palästinenser ihre Friedensgrundsätze selbst definieren und einen positiven Plan vorlegen,‘ schlug Kerry vor. Er versprach, alle seine Kontakte und Fähigkeiten einzusetzen, um Unterstützung für einen solchen Plan zu erhalten. Er forderte Abbas via Agha auf, weder die USA, noch die Trump-Administration anzugreifen, sondern sich auf persönliche Angriffe auf Trump selbst zu konzentrieren, von dem Kerry sagt, dass er allein und direkt für die Situation verantwortlich sei. Dem Bericht zufolge verwendete Kerry, wenn er sich auf den Präsidenten bezog, äußerst abfällige Ausdrücke. Er bot an, bei der Schaffung einer alternativen Friedensinitiative mitzuwirken und versprach, internationale Unterstützung von den Europäern, den arabischen Staaten und der internationalen Gemeinschaft zu erhalten.“ (Ben Caspit: „Kerry to Abbas confidante: ‚Stay strong and do not give in to Trump‘“)

Schreiben Sie einen Kommentar


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login