Diskussionskultur der Israel-Boykotteure: „autoritär und herrisch im Ton“

„Wie bereits 2017 gab es vorab Boykottaktionen der Anti-Israel-Lobby BDS. Sechs britische KünstlerInnen sagten auf deren Betreiben Auftritte ab. Mit der Begründung, die israelische Botschaft sei Festival-Sponsor. Am Mittwoch tauchten in London und Berlin Plakate auf, in London auf Werbeflächen an Bushaltestellen. ‚Sponsored by Apartheid‘ war da im gleichen Schriftzug zu lesen, den das Festivallogo hat.

Zum Auftakt war eine Podiumsdiskussion im Kinosaal 5 der Kulturbrauerei angesetzt, mit Klaus Lederer und der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron, moderiert von Shelly Kupferberg. Es ging um das Thema ‚Boykott‘. Sofort nach der Vorstellungsrunde verschafften sich BDS-Aktivisten im vollbesetzten Kino Gehör, fingen an auf Hebräisch, Arabisch und Englisch herumzubrüllen, autoritär und herrisch im Ton, ihr Auftreten martialisch. Grüppchen saßen strategisch verteilt und schwenkten Plakate, wie ‚Your discussion kills my family‘. Man wähnte sich in einem absurden Theaterstück. (…)

Bisher hatte BDS KünstlerInnen per E-Mail unter Druck gesetzt, eine gezielte Provokation ist neu. Was eine Debatte um die fragwürdige Praktik ihres Kulturboykotts hätte werden sollen, wurde zum Debakel.“ (Julian Weber: „Autoritär und herrisch“)

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