Assad-Offensive: Keine US-Unterstützung für Aufständische in Südsyrien

„Ein Kommandeur der Aufständischen berichtete AFP am Sonntag, die Vereinigten Staaten hätten den Aufständischen im Süden Syriens mitgeteilt, sie würden nicht intervenieren, falls Regierungstruppen eine Offensive gegen sie beginnen sollten. Mit der Unterstützung Russlands bereiten syrische Regierungstruppen eine Offensive zur Rückeroberung der südlichen Provinzen Daraa und Sweida vor. Diese werden weitgehend von Aufständischen kontrolliert, die von den USA seit Jahren unterstützt wurden.

Die Warnung war in einer arabischsprachigen Botschaft enthalten, von der AFP eine von einem Aufständischen bereitgestellte Kopie vorliegt. Sie erreichte die Aufständischen in einer Woche, in der die syrischen Streitkräfte ihre Luftschläge in den südlichen Provinzen intensivierten. ‚Wir müssen unsere Position klarstellen: Wir verstehen, dass Sie aufgrund Ihrer Interessen, der Interessen Ihres Volks und Ihrer Fraktion, so wie Sie sie sehen, entscheiden müssen, ob Sie kämpfen,‘ heißt es in der Botschaft. ‚Sie sollten Ihre Entscheidung nicht in der Annahme fällen, das unsererseits eine militärische Intervention stattfinden würde.‘ Die USA bestätigten den Inhalt der Botschaft zunächst nicht.

Nach mehreren Tagen zunehmender Luftschläge erzielten syrische Streitkräfte einer NGO zufolge am Samstag in der Provinz Daraa erstmals Bodengewinne gegen die Aufständischen. Das in Großbritannien ansässige Syrian Observatory for Human Rights berichtete außerdem, Russland habe Samstagabend seine ersten Luftschläge in Daraa durchgeführt, seitdem es dort Mitte 2017 gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und Jordanien ein ‚Deeskalations‘-Abkommen vermittelte, das das Gebiet trotz anhaltender Verstöße gegen den Waffenstillstand einigermaßen befriedet hatte.“ (Bericht auf NaharnetNews: „U.S. Tells Syria Rebels Not to Expect Help against Army Assault“)

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