Ein verletzter Mann in einem Krankenhaus in Gaza tritt Al-Jazeera-Reporter, weil dieser das Interview mitten im Satz abbricht, nachdem der Mann die Hamas scharf dafür kritisiert hatte, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu nehmen.
Während einer Live-Sendung des katarischen Senders Al-Jazeera Network am 5. November aus dem Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhaus in der im Gazastreifen gelegenen Stadt Deir Al-Bala kritisierte ein älterer verwundeter Mann die Hamas dafür, sich unter der Zivilbevölkerung zu verstecken.
Zuerst bestätigte der Mann noch die Feststellung des Reporters Ashraf Abu Amr, die israelische Armee fordere die Bevölkerung auf, den nördlichen Gazastreifen zu verlassen und sich in das Gebiet südlich des Wadi Gaza zu begeben. Auf die anschließende Frage, ob er von der Bombardierung überrascht worden wäre, antwortete er, es sei »nicht nur ein Haus gewesen, das bombardiert wurde. Ein ganzes Gelände wurde ausgelöscht. Über fünfzehn oder zwanzig Häuser. Ist das ein humaner Akt? Nein, das ist ein krimineller Akt.«
Was er danach sagte, wollte der Al-Jazeera-Journalist offensichtlich nicht mehr hören, denn am Vorgehen der Hamas ließ der verwundete Interviewpartner auch kein gutes Haar: »Was den Widerstand angeht, sie kommen und verstecken sich unter den Menschen. Warum verstecken sie sich unter dem Volk? Sie können in die Hölle gehen und sich dort verstecken.«
Als der Reporter ihm das Wort abschnitt, trat der Mann seinerseits nach Abu Amr, der, direkt in die Kamera blickend, sagte: »Das sind Aussagen von Bürgern. Aufgrund der massiven israelischen Bombardierung dieser Gegend wurde eine ganze Wohnsiedlung zerstört, wie die Augenzeugen sagten. Mehr als fünfzehn Häuser wurden vollständig zerstört.«
In jüngster Zeit tauchen vor allem in den sozialen Medien immer mehr Videos von Gaza-Bewohnern auf, welche die Hamas kritisieren und dafür verfluchen, den Krieg mit Israel vom Zaun gebrochen zu haben.
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