Wie Palästinenser schell zu Geld kommen können

„Wer sich in der Westbank auf die Schnelle ein ansehnliches Einkommen verschaffen möchte, wird Terrorist. Denn Terroristen sind hoch bezahlt. Der 21-jährige Palästinenser, der neulich in eine Siedlung eindrang und dort drei Israeli umbrachte, die gerade ein Familienfest feierten, wusste das vermutlich auch. Er kann jetzt mit einer Rente von 3100 Dollar rechnen – das pro Monat. Das wäre auch in Europa eine Summe, die nicht als unbescheiden zu bezeichnen ist. In einer Gegend, wo der monatliche Minimumlohn weniger als 400 Dollar beträgt, muss das Salär für den Terror allerdings geradezu als fürstlich bezeichnet werden. Dass diese Terror-Rente von der Palästinensischen Autonomieregierung ausbezahlt wird, zeigt, wie aufrichtig Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas das Friedensprojekt verfolgt. (…)

Die palästinensische Autonomiebehörde zahlt 26.800 Familien von ‚Märtyrern‘ jährliche Renten, und 6500 Terroristen, die wegen des Attentats eine Gefängnisstrafe absitzen, erhalten ebenfalls Zuwendungen – so steht es im Budget der palästinensischen Regierung. Obwohl vor allem Israel und die USA von Abbas fordern, fortan auf diese Anreize zum Mord zu verzichten: Abbas denkt nicht daran, das Salär der ‚Märtyrer‘ und der Gefangenen zu streichen. Seine Begründung: Er sei Präsident des ganzen palästinensischen Volkes, also auch der ‚Märtyrer‘ und der Gefangenen. In der Fatah-Partei von Abbas behauptet man zudem, dass es nicht nur um Geld gehe, sondern ‚um das palästinensische Narrativ‘. Deshalb gelte die Regel: Je länger die Gefängnisstrafe ist, umso mehr Geld erhält der Terrorist pro Monat. Als Anerkennung. Und sobald er seine Strafe abgesessen hat, wartet auf ihn oft eine Belohnung – zum Beispiel ein einträglicher Job in der palästinensischen Verwaltung. Denn im palästinensischen Selbstverständnis handelt es sich bei Terroristen nicht um Mörder, sondern um Freiheitskämpfer und Helden.“ (Pierre Heumann: „Der lukrativste palästinensische Job: Mord“)

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