Bekämpfen sich der Iran und Russland jetzt in Syrien?

„Berichten vom 28. Januar zufolge hat die Miliz des iranischen Korps der Revolutionsgarde (IRGC) versucht, [Bashar] Al Assad abzusetzen und ihn durch seinen Bruder Maher zu ersetzen. Doch sei dieser Putschversuch durch russische Kräfte vereitelt worden, die iranische Agenten in 11 Bezirken in Damaskus und auf dem strategische wichtigen Luftwaffenstützpunkt Almaza vorübergehend festsetzten. Dieses Hin und Her spiegelt den Berichten zufolge eine Spaltung innerhalb der in Syrien regierenden alawitischen Gemeinschaft zwischen pro-russischen und pro-iranischen Elementen wider. (…) Russlands Konsolidierung seiner Macht in Syrien dürfte die iranischen Agenten im Land beunruhigt haben. Während das IRGC die russische Intervention in Syrien weitgehend befürwortet, sind das russische und das iranische Vorgehen im dem Land nicht völlig kompatibel. Russische Erfolge in Syrien könnten sich als nachteilig für den Iran erweisen.

Die Russen und das IRGC sind sich seit dem Eintreffen der ersten ungefähr 10.000 Russen im Land von Anfang an uneinig gewesen. Moskau will das Regime Al Assads in irgendeiner Form bewahren, selbst wenn dazu Teile des alten Syriens aufgegeben werden müssen. Dagegen will Teheran ganz Syrien von aufständischen und dschihadistischen Kräften ‚befreien’ und ein starkes – und stark pro-iranisches – Regime einrichten. (…) Vorerst regiert in Syrien der Status quo. Sollte das IRGC Ende Januar tatsächlich versucht haben, Bashar Al Assad zu ersetzen, ist es offenkundig gescheitert. Doch heißt das nicht, dass das Regime sich in seiner gegenwärtigen Form in Sicherheit wiegen kann. Syrien ist nach wie vor von zwei ausländischen Verbündeten abhängig. Und diese Alliierten kommen nach wie vor nicht gut miteinander aus.“ (Tom Cooper : „Iran and Russia Are Apparently Fighting Each Other in Syria“)

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