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Welternährungsprogramm droht, Hlifslieferungen einzustellen

Welternährungsprogramm droht, Hlifslieferungen einzustellen„Letzte Woche kündigte das [Welternährungsprogramm] WFP an, die Lieferung von Hilfsgütern in die von der Houthi-Bewegung kontrollierten Gebieten wegen den Kämpfen, Unsicherheiten und Störungen ihrer Arbeit eventuell auszusetzen. ‚Humanitären Helfern im Jemen wird der Zugang zu den Hungernden verweigert, Hilfskonvois wurden blockiert und die lokalen Behörden haben die Verteilung von Nahrungsmitteln gestört,‘ heißt es in einer Erklärung der UNO. ‚Das muss aufhören.‘ Das WFP versorgt mehr als 10 Millionen Menschen im ganzen Jemen, einschließlich Sanaa, das von den Houthi kontrolliert wird. (…) Die von den Houthi kontrollierten Gouvernements gehören zu den ärmsten des Landes und die Angestellten des öffentlichen Sektors haben seit dem Jahr 2016 ihre Gehälter nicht mehr regelmäßig ausgezahlt bekommen. (…)

Die humanitäre Krise im Jemen ist nach wie vor die schlimmste der Welt. Der nahezu vier Jahre andauernde Konflikt und ein schwerer wirtschaftlicher Niedergang haben das Land an den Rand einer Hungersnot getrieben. Schätzungsweise 80 Prozent der Bevölkerung – 24 Millionen Menschen – benötigen nach Angaben der Vereinten Nationen irgendeine Form von humanitärer Hilfe oder Unterstützung, darunter 14,3 Millionen Menschen, die sich in einer akuten Notlage befinden. Die Dringlichkeit der jemenitischen Belange nimmt zu. Die UNO schätzt, dass die Zahl der Menschen, die sich in einer akuten Notlage befinden, seit letztem Jahr um 27 Prozent gestiegen ist. (…)

Ein anonymer Helfer, der ein WFP-Lebensmittelverteilzentrum in Sanaa beaufsichtigt, sagte gegenüber MEE: ‚Wir können nicht unabhängig arbeiten, da die Führer der Houthi die Namen der Begünstigten festlegen und wir sind nicht in der Lage, uns gegen sie durchzusetzen.‘ ‚Die Houthis repräsentieren die Behörden in Sanaa und niemand kann sich ihnen widersetzen. Deswegen hat das WFP am vergangenen Montag diese Erklärung veröffentlicht.’ Der Helfer bestätigte, dass es viele verzweifelte Menschen gibt, die keine Lebensmittel erhalten, aber die Hilfsorganisationen können sich nicht frei bewegen und die Bedürftigen somit nicht überall erreichen. Er fügte hinzu: ‚Ich hoffe, dass die Houthis die Bedürfnisse der Jemeniten verstehen und es [den Hilfsgruppen] ermöglichen, unabhängig und frei zu arbeiten. Andernfalls wird sich die Situation weiter verschlechtern und einzig die Houthis werden für diese zukünftige Katastrophen verantwortlich sein.’ Auf die Nachfrage bezüglich einer Stellungnahme von MEE, beschuldigte ein Houthi-Beamter Hilfsorganisationen wie das WFP, ‚veraltete‘ Lebensmittel verteilt zu haben und er sagte, dass dies der Grund dafür sei, warum die Beamten der Bewegung sie nun beaufsichtigen würden.“ (Bericht von Middle East Eye: „Yemenis in Sanaa panic over WFP’s threat to suspend aid services“)

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