Weiterer Deutscher verhaftet – Regierung wirbt trotzdem für Urlaub in der Türkei

„Die Finanz- und Wirtschaftskrise in der Türkei sollte deutsche Reisende nicht von einem Urlaub in dem Land abhalten. Das hat der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), der F.A.Z. gesagt. ‚Es gibt für mich keinen Grund, nicht in die Türkei zu reisen und dort Urlaub zu machen‘, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Er selbst habe gerade dort erst seine Ferien verbracht. Tourismus baue persönliche Brücken zwischen Ländern. (…)

‚Stabilität und Partnerschaft liegen in deutschem Interesse, aber auch im Interesse der türkischen Bevölkerung‘, sagte Bareiß. Die Menschen in der Türkei zeichneten sich durch große Gastfreundlichkeit aus, was die Deutschen zu schätzen wüssten. Unlängst hatte das Auswärtige Amt seine 2017 nach der Inhaftierung deutscher Bürger und wachsender Defizite in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verschärften Hinweise für Reisen in die Türkei wieder gemildert.

Allerdings kommen die werbenden Worte des Tourismusbeauftragten kurz nachdem nach übereinstimmenden Berichten ein weiterer Deutscher wegen Terrorvorwürfen in der Türkei festgenommen wurde. Dem in Hamburg lebenden Ilhami A., der für einen Besuch in die Türkei gereist war, werde vorgeworfen, über soziale Medien Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verbreitet zu haben“. (Andreas Mihm: „Bundesregierung wirbt für Urlaub in der Türkei“)

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