Was Ahmadinejad und der malaysische Tourismusminister gemeinsam haben

„Datuk Mohammaddin bin Ketapi, der Tourismusminister des mehrheitlich muslimischen Malaysia, gab am Dienstag auf einer Berliner Tourismuskonferenz bekannt, dass es in seinem Land keine Homosexuellen gebe. Die Berliner Tageszeitung Tagesspiegel fragte Mohammaddin bin Ketapi, ob sein Land für Homosexuelle und Juden sicher sei. Mohammaddin bin Ketapi antwortete der Zeitung unter Bezugnahme auf Homosexuelle in Malaysia: ‚Ich glaube nicht, dass wir in unserem Land so etwas haben.‘ Er fügte hinzu, dass er dies nicht mit Sicherheit sagen könne, ‚Aber etwas kann ich mit Sicherheit sagen: Wir haben keine vergleichbare Situation wie Sie hier.‘

Mohamaddins Kommentar erinnert an ein Statement des ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, der den Studenten der Columbia University im Jahr 2007 sagte: ‚Im Iran gibt es keine Homosexuellen, so wie in Ihrem Land.‘ Das klerikale Regime des Iran sieht für Homosexualität die Todesstrafe vor. Malaysia kriminalisiert gleichgeschlechtliche Beziehungen und definiert Homosexualität  gemäß Abschnitt 377 des malaysischen Strafgesetzbuchs als ‚unnatürliche Straftat‘. Das Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis hin zu 20 Jahren Gefängnis und der Prügelstrafe. Der malaysische Premierminister Mahathir Bin Mohamad erklärte [in der Vergangenheit], Homosexualität sei Teil der ‚westlichen Werte‘, wobei er den Westen kritisierte und sagte: ‚Zwingen Sie diese uns diese Werte nicht auf.‘“ (Benjamin Weinthal: „Malaysia’s tourism minister says homosexuals don’t exist in his country“)

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