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Viele Gazaner wünschen sich die Israelis zurück

Während der israelischen Luftschläge gegen den Raketenterror ließ es sich die Hamas-Führung in Katar gut gehen
Während der israelischen Luftschläge gegen den Raketenterror ließ es sich die Hamas-Führung in Katar gut gehen (Quelle: Twitter)

Die Lage nach 15 Jahren Hamas-Herrschaft im Gaza-Streifen ist so miserabel, dass viele Palästinenser sich die israelische Besatzung zurückwünschen, während der es wenigstens Strom und Arbeit gab.

Silke Mertens, Neue Zürcher Zeitung

„Die Hamas steckt jeden, der widerspricht, ins Gefängnis, wo man beleidigt und geschlagen wird“, sagt der 29-Jährige. Oft sei er mit einem Drohanruf abends ins Bett gegangen und mit den Sirenen von Polizeiwagen vor seinem Haus morgens aufgewacht. Oppositionelle würden mit Gewalt zum Schweigen gebracht, so dass es immer weniger kritische Stimmen gebe.

Immer mehr Palästinenser wollten Gaza verlassen und nach Europa fliehen. Besonders jetzt, wo noch mehr zerstört sei und noch mehr nicht funktioniere, wachse die Wut auf die Hamas. Doch die Menschen unterdrückten diese Wut, weil sie sonst mit Waffen konfrontiert würden. „Nicht wenige wissen auch, wo die Tunnel sind, wagen aber aus Angst vor der Hamas nicht, etwas zu sagen.“ Niemand will sich vorwerfen lassen, den Widerstand zu schwächen oder ein Spion Israels zu sein. (…)

Schon nach dem Krieg 2014 haben sich einige Palästinenser im Gazastreifen, die vor den Trümmern ihrer Häuser standen, gewünscht, die Israeli würden zurückkommen und regieren. Immerhin funktionierte unter israelischer Besatzung die Infrastruktur, es gab ein gemeinsames Industriegebiet an der Grenze, und viele fanden in Israel Jobs. „Inzwischen ist der Wunsch, die Israeli sollten zurückkommen, fast schon zu einer populären Forderung geworden“, erzählt Altlooli. Eine bizarre Bilanz nach fast fünfzehn Jahren Hamas-Herrschaft.

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Weiterlesen in der Neuen Zürcher Zeitung: „So ist das Leben mit der Hamas

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