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Biden suspendiert Fonds zur Förderung der Wirtschaftszusammenarbeit in Nahost

Flagenn der USA, Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate
Flagenn der USA, Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate

Eine hochrangige US-Quelle sagte, das Weiße Haus sei an der Förderung des Abraham-Abkommens interessiert, der Fonds aber sei auf unbestimmte Zeit eingefroren worden.

Die Biden-Administration hat den Abraham-Fonds ausgesetzt, der mit der Unterzeichnung des Abraham-Abkommens im Herbst 2020 eingerichtet worden war, sagten amerikanische und israelische Quellen gegenüber der Wirtschaftszeitung Globes.

Der Zweck des Fonds war es, drei Milliarden Dollar in den privaten Sektor zu investieren, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Nahen Osten zu fördern; ab Oktober hatte er bereits Hunderte von Anträgen auf Finanzierung erhalten.

Rabbi Aryeh Lightstone, den der frühere Präsident Donald Trump zum Leiter des Abraham-Fonds ernannt hatte, verließ seinen Posten nach dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden im Januar und wurde bisher nicht ersetzt.

Dem Bericht zufolge sprach das israelische Außenministerium mit Quellen in Washington, die sagten, der Abraham-Fonds werde neu bewertet. Eine hochrangige US-Quelle sagte zu Globes, dass das Weiße Haus zwar an der Förderung des Abraham-Abkommens interessiert sei, der Fonds aber auf unbestimmte Zeit eingefroren wurde.

Berichten zufolge war dies einer der Gründe für die Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im Frühling, einen Fonds für Investitionen in Israel einzurichten. Im März gründete Kronprinz Mohammed bin Zayed al-Nahyan einen 10-Milliarden-Dollar-Investitionsfonds für Israel, der mehrere Sektoren umfasst, darunter Energie, Produktion, Wasser, Raumfahrt, Gesundheitswesen und Agrartechnologie.

Eine Geschäftsquelle in den VAE sagte derweil, dass Israels Zögern beim Projekt der Europe-Asia Pipeline Co. mit der Med-Red Land Bridge Ltd., durch das Öl vom Persischen Golf über Eilat und Ashdod nach Israel transportiert werden soll, den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern schaden würde.

Die israelische Umweltministerin Tamar Zandberg forderte letzten Monat die Aufhebung der Vereinbarung, das als Teil des Normalisierungsabkommens zwischen den beiden Ländern unterzeichnet worden war.

Unter den Bedingungen der Vereinbarung ist es den VAE erlaubt, die Eilat-Ashkelon-Pipeline zu nutzen, um Öl vom Golf aus dem Nahen Osten in den Rest der Welt zu transportieren. Umweltschutzgruppen haben davor gewarnt, dass das Abkommen potenziell zu massiven Umweltschäden führen könnte.

(Der ArtikelUS suspends Abraham Fund; UAE urges Israel not to cancel pipeline“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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