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Taliban schneiden schwulen Mann in Stücke

Solidaritätsdemonstration mit Afghanistan in Irland
Solidaritätsdemonstration mit Afghanistan in Irland (© Imago Images / ZUMA Wire)

Ein Homosexueller in Afghanistan hat beschrieben, wie die Taliban seinen Freund töteten und „seinen Körper in Stücke schnitten, um zu demonstrieren, was sie mit schwulen Menschen machen“.

Liliy Wakefield, PinkNews

Der 26-Jährige, der zum Schutz seiner Identität das Pseudonym „Gabir“ verwendet, erzählte inews, dass er und sein Freund zusammen in einem Restaurant in der afghanischen Hauptstadt Kabul saßen, als die Stadt am 15. August von den Taliban eingenommen wurde.

Beide eilten zurück nach Hause, und bald konnte „Gabir“ seinen Partner nicht mehr erreichen, da sein Telefonsignal und die Internetverbindung ausfielen. „Um 5 oder 6 Uhr sagte mir mein Bruder, dass etwas passiert sei und ich meine Freunde kontaktieren sollte. Als ich versuchte, meine Freunde anzurufen, waren alle ihre Telefone ausgeschaltet.“

Tragischerweise erfuhr „Gabir“ schließlich von einem Bekannten, dass sein Freund, der erst 24 Jahre alt war, von den Taliban aufgespürt und getötet worden war. „Zwei Autos kamen, mit Taliban darin“, sagte er. „Sie fragten ihn: ‚Wo ist Dein Zuhause?’‘ und schlugen ihn so sehr. Sie brachten ihn weg – niemand weiß wohin – und dann töteten sie ihn. Danach erklärten sie, sie hätten die Leiche [zurück]gebracht und ihn in Stücke geschnitten, um den Leuten zu zeigen, dass ‚wir so mit schwulen Menschen umgehen‘.“

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„Gabir“ und sein Freund waren seit acht Monaten zusammen, nachdem sie sich an der Universität kennengelernt hatten. Sie planten, Afghanistan zu verlassen und zu heiraten. Nach dem schrecklichen Tod des jungen Mannes hatte „Gabir“ nicht einmal die Möglichkeit zu trauern, da er sich versteckt halten muss und um sein eigenes Leben fürchtet.

Vor kurzem erhielt er einen anonymen Anruf von jemandem, der ihm mitteilte: „Ich weiß, dass du schwul bist. Schon vor der Einnahme von Kabul wussten wir alles über dich. Du hast drei oder vier schwule Bekannte, du hast einen Freund. Sobald wir uns hier in Kabul eingerichtet haben, werden wir dich nicht mehr leben lassen. Wenn wir dich finden, werden wir dich töten.“

Seitdem befindet sich „Gabir“ auf der Flucht: „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass ich sterben werde. Es gibt keine Hoffnung für mich.“ In einer herzzerreißenden Botschaft an die britische Regierung fügte „Gabir“ hinzu: „Ich möchte nur dieses Land verlassen. Ich will nicht sterben. Ich will nicht, dass sie mich töten und in Stücke schneiden, wie sie es mit meinem Freund getan haben. Wir verdienen es zu leben… Bitte, bitte, bitte, rettet uns.“

(Aus dem Artikel Taliban cut Afghan man’s body into pieces to ‘show what they do with gay people’“, der bei PinkNews erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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