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Mit der US-Luftwaffe für den islamischen Gottestaat

Angeblich stehe die „Befreiung“ der zweitgrößten Stadt des Irak, Mosul, unmittelbar bevor. Das zumindest erklärte jüngst der türkische Präsident, der ansonsten damit beschäftigt ist, die letzten freien Medien in seinem Land schließen zu lassen.

Wie genau diese „Befreiung“ aussehen wird und welche Truppen an ihr teilnehmen werden, kann man nur vermuten. Dass es sich um eine äußerst blutige Angelegenheit handeln werden wird, sollte sie denn stattfinden, ist allen klar. Mit bis zu 1. Million neuen Flüchtlingen rechnet etwa die Kurdische Regionalregierung, die meisten werden dann versuchen ins nahe Irakisch-Kurdistan zu fliehen, wo schon jetzt 1,6 Millionen Binnenvetriebene aus dem Irak und Flüchtlinge aus Syrien mehr schlecht als recht versorgt werden:

„The campaign to oust Isis from Mosul could trigger an exodus of up to a million civilians into Iraqi Kurdistan, and risks overwhelming a region already strained to ‚near breaking point‘ by multiple crises, internal government documents seen by the Observer reveal.“

Sicher werden dagegen schiitische Milizionäre, die vom Iran unterstützt werden, sich die Chance nicht entgehen lassen, auch in Mosul mitzukämpfen. In Ramadi und Falluja waren sie an vorderster Front dabei und richteten entsprechendes Unheil an. Einige von ihnen sind seitdem allerdings an der Front in Aleppo im Einsatz, wo sie zusammen mit Hizbollah und anderen Milizionären darauf warten, die von Russland in Schutt und Asche gebombten Stadtviertel zu stürmen.

„Iraqi militia fighters are pouring into Syria to reinforce the Assad regime’s siege of rebels in Aleppo, further complicating the tangled web of alliances the U.S. relies on to fight Islamic State, which can turn an ally on one side of the border into an enemy on the other.

The Shiite militias, who have fought alongside U.S.-backed Iraqi government forces against Islamic State in Iraq, are now fighting Syrian Sunni rebels, some of them armed and trained by the U.S. More than 1,000 Iraqi Shiite militants have traveled from Iraq since early September, joining the ranks of as many as 4,000 others already on the ground near Aleppo, the militia leaders and Syrian rebels said. They make up about half of the regime’s estimated ground force of 10,000.“

Wenn dies dann gelungen sein wird, können sie sich auch wieder im Irak nützlich machen. Dort dann allerdings mit Luftunterstützung der US-Airforce und nicht der Russen.

Besser jedenfalls lässt sich der ganze Irrsinn der Nahostkriege 2016 kaum versinnbildlichen: Schiitische Milizionäre, deren erklärtes Ziel die Errichtung einer islamistischen Theokratie nach iranischem Vorbild ist, die Israel lieber heute als morgen vernichten würden und für die Schwule an Baukräne gehängt gehören, können sich, egal wo sie kämpfen, ob in Syrien oder dem Irak, der Unterstützung ausländischer Kampfflugzeuge sicher sein.

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