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Nur wenige Palästinenser demonstrieren bislang gegen israelische Souveränitätspläne

Bislang haben nur wenige Palästinenser gegen Israels Pläne demonstriert, seine Souveränität über Teile der Westbank auszuweiten
Bislang haben nur wenige Palästinenser gegen Israels Pläne demonstriert, seine Souveränität auszuweiten (© Imago Images / ZUMA Press)

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) schafft es nicht, Massendemonstrationen gegen Israels Pläne zu mobilisieren, seine Souveränität über Teile der Westbank auszuweiten.

Jewish News Syndicate

Schätzungsweise 200 Palästinenser erschienen am 8. Juni zu einer Demonstration, um gegen die Pläne Israels zu protestieren, seine Souveränität auf das Jordantal und Teile des Westjordanlands auszuweiten. Die geringe Beteiligung zeigt, dass es der Palästinensischen Autonomiebehörde schwerfällt, die Einwohner gegen die von Israel geplante Ausweitung seiner Souveränität zu mobilisieren.

„Es herrscht Überdruss. Überdruss mit dem Üblichen – in Ramallah zu stehen und auf Kameras zu warten, um der Welt zu zeigen, wie wütend wir sind“, sagte die palästinensische Analystin Nour Odeh gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Sie warnte jedoch, dass die geringe Größe der Versammlung nicht unbedingt ein Zeichen dafür sein muss, dass es in Zukunft keine stärkeren Reaktionen geben wird. „Die Menschen warten nicht auf Anweisungen [von Politikern]. Die Menschen auf der Straße würden die Proteste anführen“, sagte sie. „Die Menschen sind zurzeit einfach mit zu vielen Probleme konfrontiert“, bemerkte dazu der ehemalige PA-Funktionär Ghassan Khatib.

Ein größerer Protest in Jericho am Montag zog schätzungsweise mehrere tausend Demonstranten an, doch die Teilnehmer wurden Berichten zufolge von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und der Fatah in gecharterten Bussen dorthin transportiert.

Ghassan Khatib, ein ehemaliger Beamter der Palästinensischen Autonomiebehörde, sagte gegenüber der AFP, dass der fehlende Zorn über die mögliche Ausweitung der Souveränität Israels auf eine wachsende „Kluft“ zwischen den Palästinensern und ihren Führern zurückzuführen sei, verbunden mit der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Problemen. „Die Menschen sind zurzeit einfach mit zu vielen Problemen konfrontiert“, bemerkte Khatib.

Der Artikel ist unter dem Titel „Palestinians exhibit little motivation to protest against Israeli sovereignty planszuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung für Mena-Watch von Alexander Gruber.

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