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Khamenei: Erdbeben im Vergleich zu Palästina eine Kleinigkeit

Khameneis Antisemitismus: Im Vergleich zur Situation in Palästina sei Erdbeben eine Kleinigkeit
Khameneis Antisemitismus: Im Vergleich zur Situation in Palästina sei Erdbeben eine Kleinigkeit (© Imago Images / NurPhoto)

Irans Oberster Führer stellt angesichts der Zehntausenden Toten, die das Erdbeben in der Türkei und in Syrien gefordert hat, absurde Vergleiche an, die seinem Antisemitismus geschuldet sind.

Der Oberste Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Khamenei, sagte in einer auf dem iranischen TV-Sender Kanal 1 ausgestrahlten Ansprache am 18. Februar, das Erdbeben vom 6. Februar in der Türkei und Syrien sei zwar ein »wichtiges Ereignis«, aber eine »Kleinigkeit« im Vergleich zu »politischen Themen« wie Palästina oder der amerikanischen Einmischung in der Region.

Das verheerende Erdbeben betreffe zwar alle Muslime, erläuterte Khamenei, und »jeder sollte unter solchen Dingen leiden und Schmerz empfinden, aber im Vergleich zu politischen Themen wie der Palästina-Frage oder der amerikanischen Einmischung in verschiedenen Ländern der Region wie in Syrien und anderen Orten ist dieses Erdbeben eine Kleinigkeit.«

Kurz zuvor hatte der gerne als »gemäßigter Islamist« bezeichnete Vorsitzende der tunesischen Ennahda-Bewegung, die der sunnitischen Muslimbruderschaft nahesteht, dem schiitischen Regime im Iran zum 44. Jahrestag seiner Islamischen Revolution gratuliert. Bei einer Veranstaltung am 11. Februar in der iranischen Botschaft in Tunis wünschte Rached Ghannouchi, der von 2019 bis 2021 tunesischer Parlamentspräsident war, der Islamische Revolution, die »eine wichtige Rolle bei der islamischen Wiedergeburt in der ganzen Welt gespielt« habe, alles Gute.

Gegenüber dem irakischen Fernsehsender Alghadeer TV sagte der Ennahda-Führer, er »möchte dem iranischen Volk und der Nation gratulieren – sowohl dem Staat als auch dem Volk« und wünsche der islamischen Revolution »weitere Errungenschaften und Erfolge. Wir sind heute unter einem Dach zusammengekommen, um den 44. Jahrestag des Sieges der glorreichen Islamischen Revolution im Iran zu feiern, die eine der größten Volksbewegungen der Welt ist.«

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