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Israel genehmigt Einwanderung von Tausenden Äthiopiern

Mitglieder der äthiopischen Falashmura-Gemeinde kommen am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv an
Mitglieder der äthiopischen Falashmura-Gemeinde kommen am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv an (Quelle: JNS)

„Endlich werden Eltern, Kinder, Geschwister und Waisen nach jahrzehntelangem Warten wieder mit ihren Familien zusammengeführt“, schrieb Einwanderungsministerin Pnina Tamano-Shata.

Das israelische Kabinett hat am Sonntag die Einwanderung von Tausenden Äthiopiern genehmigt, die seit mehr als einem Jahrzehnt in Addis Abeba und Gondar auf die Wiedervereinigung mit ihren Familien in Israel warten.

„Endlich werden Eltern, Kinder, Geschwister und Waisen nach jahrzehntelangem Warten wieder mit ihren Familien vereint“, twitterte Einwanderungsministerin Pnina Tamano-Shata am Sonntag.

Der von Tamano-Shata und Innenministerin Ayelet Shaked formulierte Plan sieht die vollständige Umsetzung des Regierungsbeschlusses 716 aus dem Jahr 2015 sowie die Bildung eines speziellen Teams vor, das die Anspruchsberechtigung derjenigen prüfen soll, die nicht unter den Beschluss fallen.

Die Resolution 716 legt verschiedene Kriterien für die Einwanderungsberechtigung fest, darunter das Vorhandensein unmittelbarer Familienangehöriger, die sich bereits in Israel aufhalten, und die seit mindestens 1. Januar 2010 bestehende Zugeörigkeit zu den Gemeinschaften, die in Addis Abeba oder Gondar auf die Einwanderung warten.

Nach der Verabschiedung des Gesetzes 716 wanderten zwar mehrere Tausend Äthiopier in Israel ein, aber Tausende blieben in dem afrikanischen Land zurück. Tamano-Shata und Shaked hatten angesichts des sich verschärfenden Bürgerkriegs in Äthiopien darauf gedrängt, die vollständige Umsetzung der Resolution zu beschleunigen.

Sofortige Umsetzung

Die Jewish Agency (JA), die Jewish Federations of North America (JFNA) und der Keren Hayesod begrüßten den israelischen Schritt, wobei die JA ankündigte, dass sie sofort mit der Umsetzung der notwendigen Vorarbeiten beginnen werde.

„Bei der Ankunft in Israel werden die neuen Olim [Einwanderer] unter strenger Einhaltung aller Anforderungen des Gesundheitsministeriums unter Corona-Quarantäne gestellt«, so die JA in einer Erklärung. Der amtierende Vorsitzende der JA, Yaakov Hagoel, fügte hinzu:

„Wir danken der Ministerin für Aliyah und Integration, Pnina Tamano-Shata, für ihre unermüdlichen Bemühungen, die Aliyah aus Äthiopien fortzusetzen, zusammen mit der Jewish Agency und dem Innenministerium unter der Leitung von Ministerin Ayelet Shaked.

Die Entscheidung der Regierung wird das Leiden vieler Familien beenden, die nach Jahren des Wartens endlich wieder vereint werden und Aliyah machen können.«

Steven Lowy, Vorsitzender des Keren Hayesod World Board of Trustees, begrüßte diejüngsten Entscheidung der Regierung mit den Worten:

Keren Hayesod und unsere 60 Kampagnen auf der ganzen Welt sind mit unseren strategischen Partnern, der Jewish Agency for Israel, der israelischen Regierung und den Jewish Federations of North America, vereint und arbeiten daran, Tausende äthiopischer Juden nach Israel zu bringen.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Sicherheit ihrer Aliyah und ihre Aufnahme in Israel gewährleistet sind. Wir werden uns auch weiterhin vorrangig für das Wohlergehen und die erfolgreiche Integration der Olim in die israelische Gesellschaft einsetzen.«

(Der ArtikelIsrael approves immigration of thousands of Ethiopians“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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