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Im Westjordanland eskaliert palästinensische Gewalt

Renovierungsarbieten am Josefsgrab in Nablus rufen gewalttätige Ausschreitungen hervor
Renovierungsarbeiten am Josefsgrab in Nablus rufen gewalttätige Ausschreitungen hervor (© Imago Images / ZUMA Wire)

Nachdem es in den letzten Wochen zu einer massiven Zunahme von Terrorakten gekommen war, werden die israelischen Sicherheitsoperationen in der Westbank verstärkt fortgesetzt.

Israelische Sicherheitskräfte nahmen am Mittwoch mehrere Palästinenser in den nördlich von Ramallah in der Westbank gelegenen Städten Silwad und Kobar fest, die unmittelbar bevorstehende Terrorangriffe auf Israelis geplant hatten. An der Operation nahmen Soldaten der israelischen Verteidigungskräfte und Agenten des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet teil.

Der Shin Bet erhielt am Mittwoch Informationen über eine Zelle, die kurz vor der Ausführung eines Anschlags gestanden habe. Vier Personen wurden festgenommen und dem Shin Bet zur weiteren Einvernahme übergeben.

Beim Versuch, die Verdächtigen in Gewahrsam zu nehmen, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Kräften, nachdem palästinensische Demonstranten begonnen hatten, Steine auf die israelischen Truppen zu werfen und sie unter Beschuss zu nehmen. Dabei wurden laut palästinensischen Berichten ein Palästinenser getötet und mehrere verletzt.

Nahe der Stadt Husan, westlich von Bethlehem, wurde ein weiterer Palästinenser getötet, nachdem er einen Molotowcocktail auf israelische Soldaten geworfen hatte. Auch in Husan brachen daraufhin gewalttätige Ausschreitungen aus, bei denen Steine auf israelische Soldaten geworfen und vier Palästinenser verletzt wurden.

Der palästinensische Rote Halbmond erklärte aufgrund der eskalierenden Gewalt am Mittwoch den Notstand über das Westjordanland.

Vertreter der verschiedenen palästinensischen Fraktionen im Gazastreifen trafen sich am Mittwoch im Büro von Hamas-Führer Yahya Sinwar, um die Lage in Jerusalem und der Westbank zu diskutieren. Sinwar sei nicht interessiert daran, den Konflikt zu verschärfen, sei aber bereit zu reagieren, wenn der Hamas keine andere Chance gelassen würde, hieß es in einem von der Jerusalem Post zitierten Bericht des israelischen TV-Senders Kan.

Am Mittwoch begann der Samaria Regional Council, das Josefsgrab in Nablus zu renovieren, das kurz zuvor zweimal verwüstet worden war. Auch hier kam es zu Ausschreitungen, bei denen ein Palästinenser starb und siebzehn verletzt wurden, als die israelischen Sicherheitskräfte, die die Renovierungsarbeiten beschützen sollten, von Randalierern mit Steinen und Schusswaffen angegriffen wurden.

Der israelische Minister für öffentliche Sicherheit Omer Bar Lev betonte, die israelischen Sicherheitsoperationen in der Westbank würden in den kommenden Wochen verstärkt fortgesetzt werden.

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