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Der Iran gewinnt an Einfluss, indem er Chaos stiftet

Irans Ayatollah Khomeini: Schild der Hisbollah an der libanesisch-israelischen Grenze
Irans Ayatollah Khomeini: Schild der Hisbollah an der libanesisch-israelischen Grenze (© Imago Images / Le Pictorium)

Die Strategie des Iran besteht darin, die Schwächen arabischer Staaten auszunutzen, um sich in diesen Staaten festzusetzen. Dadurch zerstört er diese Länder aber endgültig.

Michael Young, The National

Wie sieht der Plan der Hisbollah aus? Im Prinzip will sie den Libanon in einen so genannten „Staat des Widerstands“ verwandeln, der als Vorposten des iranischen Einflusses und als weiteres Gegengewicht zu Israel und den Vereinigten Staaten fungiert. Allgemein wird angenommen, dass die militante Partei in diesem Bemühen erfolgreich war. (…)

Die regionale Strategie des Iran besteht darin, die Schwächen der Institutionen in vielen arabischen Ländern auszunutzen, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Libanon, Irak, Jemen und Syrien haben alle den Preis für diese Strategie bezahlt. In jedem dieser Länder baute Teheran autonome bewaffnete Gruppen auf, die ein Gegengewicht zu den staatlichen Strukturen bildeten und den Staat erodieren ließen. Tatsächlich gewinnt der Iran an Einfluss, indem er sein Gastgeberland vernichtet.

Dadurch ist heute die Fähigkeit der Hisbollah beeinträchtigt, den libanesischen Staat und die libanesische Gesellschaft in die Richtung ihrer eigenen regionalen Interessen zu lenken, die Konfessionen im Libanon zur Zustimmung zu ihren Aktionen zu bewegen und sich die Legitimation durch die libanesischen Führung sichern. Die Partei bleibt zwar mächtig, aber das Fundament, auf dem sie ihre Ordnung im Libanon aufgebaut hat, ist zusammengebrochen. Vielleicht ist das das Problem der iranischen Taktik: Sie lässt Länder so geschwächt zurück, dass seine Vertreter am Ende bloß noch volatile und verwundbare Sandburgen kontrollieren.

Wenn der Iran auf den Libanon blickt, was sieht er dann? Er sieht seinen lokalen Verbündeten, der den Vorsitz über einen ruinösen Staat führt, dessen Bevölkerung wütend ist und sich weigert, für Teheran Opfer zu bringen. Ebenso wenig kann die Hisbollah einen Krieg gegen Israel führen, ohne möglicherweise ihre eigene innenpolitische Position zu zerstören. All das wird die Iraner nicht dazu bringen, ihre Strategie zu ändern, aber es wirft ernsthafte Fragen über den Erfolg dieser Strategie auf.

Hezbollah is much weaker than it seems

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