Arabische Länder üben Druck auf Abbas aus, Friedensplan anzunehmen

„Einem Bericht vom Donnerstag zufolge haben mehrere arabische Länder dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas geraten, die Vorschläge zu akzeptieren, die US-Präsident Donald Trump im Rahmen seines seit einiger Zeit erwarteten Nahostfriedensplans unterbreitet. Der Bericht in der privaten ägyptischen Zeitung Al Shorouk berief sich auf einen arabischen Diplomaten in Kairo, der meinte, die Palästinenser könnten in Zukunft ‚bereuen’, nicht angenommen zu haben, was ihnen heute zu wenig zu sein scheine.

Der Diplomat berichtete der Zeitung, ein entscheidendes arabisches Land habe Abbas eine Botschaft übermittelt, in der es heiße, ‚aus einer realistischen Einschätzung der Lage ergibt sich die Notwendigkeit, dass die Araber bzw. die Palästinenser akzeptieren, was angeboten wird’. Der Zeitung zufolge handelt es sich bei dem Diplomaten, dessen Name nicht genannt wurde, um eine ‚prominente’ Persönlichkeit. ‚Klugheit verlangt, dass das gegenwärtig bestmögliche Angebot angenommen wird’, so der Diplomat. ‚Man sollte dem Prinzip des »nehmen und verhandeln« folgen, damit wir nicht in einigen Jahren davon überrumpelt werden, dass das Monster der Siedlungen die Palästinensergebiete verschlungen hat.’ Der Diplomat gab nicht an, welche arabischen Länder Abbas diese Ratschläge übermittelt haben sollen. Abbas hat den in Entwicklung befindlichen Friedensplan der USA durchgängig zurückgewiesen.

In der ägyptischen Zeitung hieß es, es sei davon auszugehen, dass die US-Administration die Schwerpunkte ihres Friedensplans in den kommenden Wochen bekanntgeben werde. Vertreter der Administration haben erklärt, der Plan stehe kurz vor der Fertigstellung, wollten sich aber nicht dazu äußern, wann er veröffentlicht werden könnte. Abbas hat den mutmaßlichen Plan als ‚Ohrfeige des Jahrhunderts’ denunziert. Er spielte damit auf Trumps eigene Beschreibung der Friedensinitiative als ‚Deal des Jahrhunderts’ an. Infolge seiner Verärgerung über die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und ihre Botschaft dorthin zu verlegen, hat Ramallah die Unterhändler Jared Kushner und Jason Greenblatt boykottiert und sich für multilaterale Friedensverhandlungen eingesetzt, die Washington beiseite lassen.“ (Khaled Abu Toameh: „Arabs advising Abbas to accept Trump peace plan or risk losing out – report“)

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