Dokumentarfilm über den Antisemitismus von Roger Waters

„Der Mitbegründer und ehemalige Bassist von Pink Floyd Roger Waters hat das letzte Jahrzehnt damit zugebracht, Israel zu verunglimpfen. Von der Anti-Defamation League als Antisemit eingestuft, setzt Waters Juden und Nazikollaborateure gleich und behauptet, Israel sei ein ‚rassistischer Apartheidstaat’, der sich in ‚ethnischen Säuberungen’ ergehe. Als der faktische internationale Sprecher der antiisraelischen BDS-Bewegung stellt Waters seine Verachtung für Israel und das jüdische Volk bei seinen Konzerten unumwunden zur Schau. Dazu gehören visuelle Mittel wie ein aufblasbares Schwein, auf dem ein Davidsstern zu sehen ist, und antiisraelische Tiraden. Wenn prominente Musiker Konzerte in Israel bekannt geben, beschwört Waters sie öffentlich, diese abzusagen und sich dem Boykott anzuschließen. Allerdings hat Waters aus der Musikindustrie wenig Unterstützung erhalten. Dennoch haben Israels Unterstützer und Antisemitismusbeobachtergruppen wie StandWithUs und die Creative Community for Peace es nie auf die leichte Schulter genommen, wenn die klassische Rockikone seine Fans zum Boykott Israels aufforderte.

Waters ist nun selbst mit einer Boykottkampagne konfrontiert. Zudem hat der preisgekrönte Filmemacher und New York Times Bestsellerautor Ian Halperin nach Dokumentarfilmen über Kurt Cobain, Michael Jackson und Lady Gaga nun auch einen über ihn gemacht. Die vergangenen zwei Jahre hat der Enthüllungsjournalist mit der Vorbereitung des Films Wish You Weren’t Here zugebracht, der sich mit dem aktuellen Antisemitismus und Waters’ Bestrebungen, Israel in einen internationalen Außenseiter zu verwandeln, befasst. (…) ‚Bei meinen Nachforschungen’, erklärte Halperin, ‚stieß ich auf Roger Waters und konnte kaum glauben, wie er Israel herausgreift, wo es weltweit doch so viele Kandidaten gibt, die tatsächlich auf verheerende Weise gegen die Menschenrechte verstoßen. Warum hat er es auf Israel abgesehen? Also begann ich, Leute darüber zu befragen, was dieser Typ gegen Israel hat. Für mich kommt ein Angriff auf Israel einem Angriff auf das jüdische Volk gleich.’ (…) Im Rahmen seiner Vorarbeiten für die Dokumentation interviewte Halperin führende Teilnehmer am Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. Sie fanden die Gleichsetzung Apartheid-Südafrikas mit Israel durch Waters anstößig. Sie laufe auf eine Herabwürdigung des Leidens ihres Volkes hinaus. ‚Ich habe mit Mandela gesprochen’, so Halperin. ‚Ich habe mit allen führenden Persönlichkeiten gesprochen, die für die Befreiung Südafrikas kämpften. Waters hat von Tuten und Blasen keine Ahnung. Südafrikaner finden seine Gleichsetzung beleidigend. Man mag manche Maßnahmen Israels kritisieren, kein Problem. Aber zu einem umfassenden Boykott Israels aufzurufen, ist erbärmlich und entbehrt jeder vernünftigen Grundlage. Es handelt sich um einen antisemitischen Angriff.“ (Paul Miller: „Roger Waters’ Jewish Problem Catches Eye of Award-Winning Filmmaker“)

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