Mena-Exklusiv

Die Obszönitäten des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon, der den Terror legitimiert

Von Florian Markl

Die Rede, in der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Dienstag ausgiebig Israel an den Pranger stellte, war ein Skandal. Nicht etwa wegen der einseitigen Parteinahme gegen den jüdischen Staat und der Legitimierung palästinensischen Terrors als gewissermaßen „natürliche“ Reaktion auf die israelische Besatzung – nichts anderes war von Ban Ki-moon zu erwarten, der seinen Job schließlich nicht bekommen hätte, wenn er zu derartigen Obszönitäten nicht bereit wäre.

Skandalös war vielmehr, dass seine Rede vor dem UN-Sicherheitsrat gar nicht den israelisch-palästinensischen Konflikt zum Thema hatte, sondern die „Situation im Nahen Osten“ – die darin allerdings kaum zur Sprache kam. Wie auf the algemeiner zu lesen ist, umfassten die Ausführungen des Generalsekretärs in der offiziellen Transkription der Vereinten Nationen 52 Absätze, von denen sich drei mit dem Libanon beschäftigten und zwei weitere sich auf Syrien bezogen. Im Rest ging es ausschließlich um den israelisch-palästinensischen Konflikt:

„Nothing about Iran. Nothing about Saudi Arabia, which is killing more civilians in Yemen than Israel did in Gaza. Nothing about Egypt or Libya. Not a word about Kurds.“

Dass große Teile der Region in blutiger Gewalt untergehen, wurde in Ban Ki-moons Rede nur am Rande erwähnt, als er vom Nahen Osten als einem Gebiet sprach, das sich in der Umklammerung einer unnachgiebigen Welle extremistischen Terrors befinde und von „Intoleranz und Grausamkeit“ zerrissen werde. Aber selbst diese Hinweise dienten nur dazu, wieder zum israelisch-palästinensischen Konflikt zurückzuführen und ihm einen gänzlich absurden Stellenwert zuzuschreiben:

„Ban Ki Moon implied that if only Israel would just give some more concessions, then the rest of the region would be inspired to make peace. … The word ‚obsession‘ hardly does justice to the single-minded Israel fetish at the UN.“

Hunderttausende Menschen können getötet und Millionen in die Flucht getrieben werden – für den Generalsekretär der Vereinten Nationen ist das kaum der Rede wert, besteht für ihn das dringendste Problem des Nahen Ostens doch offenbar darin, dass Israel 150 Wohnungen in jüdischen Gemeinden im Westjordanland bauen will. Selten ist der Begriff der Unverhältnismäßigkeit so angebracht wie angesichts dieser Gewichtung. Ban Ki-moons Rede war in der Tat skandalös – und darin nur allzu typisch für die Vereinten Nationen.

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